Neueröffnung von „Johann’s Imbiss“ lockt Fanmassen nach Mühlacker
Mühlacker. „Ich bin überwältigt und zu Tränen gerührt“, sagte Ilias Margaritis bei der Wiedereröffnung seines beliebten „Johann’s Imbiss“ in der Mühlacker Bahnhofstraße. Am frühen Freitagabend trafen sich dabei in den umgebauten Räumen der ehemaligen Metzgerei Lindauer schon weit über 50 Besucher, die endlich wieder in ihrem Lieblingslokal unter anderem Currywurst Spezial oder Schnitzel mit Pommes frites und Salat genießen wollten. Denn schon seit 1979 gehört der Imbiss, den der Vater von Ilias, Johann Margaritis, einst als „Rigu-Imbiss“ gründete, als feste und beliebte gastronomische Adresse zu Mühlacker und seinen Einwohnern.
Ganz viel Liebe zum Essen
Im Jahr 2022 übernahmen Ilias und dessen Frau Ifigeneia Chaktsi von Vater Johann Margaritis und seinem Bruder Tomi Margaritis den Betrieb. „In unseren Imbiss wurde nicht nur Zeit und Geld investiert, sondern ganz viel Liebe zum Essen, zum Handwerk und der Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen wohlfühlen, gerne zusammenkommen und gutes Essen genießen können“, sagte Ilias Margaritis. Der Weg dorthin sei nicht leicht gewesen. Denn im August schloss „Johann’s Imbiss“ am früheren Standort schräg gegenüber in der Bahnhofstraße. Und eigentlich war geplant, schon im September den Imbiss in den ehemaligen Räumlichkeiten der in Konkurs gegangenen Metzgerei Lindauer wiederzueröffnen. Doch die Eröffnung verzögerte sich wegen gaststättenrechtlicher Fragen und dem Baurecht (PZ berichtete). „Es gab viele Herausforderungen, lange Tage und noch längere Nächte, aber die Mühe hat sich gelohnt“, sagte Ilias Margaritis. „Ohne Euch hätten wir uns das gar nicht zugetraut, ihr seid die besten Gäste“, unterstrich Ilias Margaritis vor seinem Publikum. Und er dankte dem neuen OB Stephan Retter, dass jener nun die „neue Ära von Johann’s Imbiss“ mitfeiere. „Sie haben lange bis zur Eröffnung warten müssen, jetzt haben wir es endlich geschafft“, sagte Retter. Und zur feierlichen Eröffnung schnitt er mit Ilias Margaritis, dessen Ehefrau Ifigeneia Chaktsi und Johann Margaritis bezeichnenderweise ein rotes Band durch. „Currywurst geht immer“, freute sich Retter, dass der beliebte Imbiss nun wieder geöffnet ist.
Gemeinsam mit Ilias Margaritis funktionierte dann auch der Fassanstich für das Freibier. „Gott sei Dank ist der Imbiss wieder geöffnet“, sagte der Enzberger Dieter Müller. Denn wie für viele andere am Freitag gehörte für Müller der regelmäßige Abstecher in „Johann’s Imbiss“ zu den langjährigen geliebten Gepflogenheiten. „Der Besuch hier ist Pflicht“, schob Müller mit einem Augenzwinkern hinterher. „Endlich können wir wieder kommen“, sagte auch Maria Blando, die in Mühlacker wohnt. „Ich war schon mit meinen Kindern dort, als sie noch alle klein waren, heute sind sie 40, 36 und 32 Jahre alt“, erzählte die Mühlackerin Patricia Schellin. „Wir haben die Eröffnung herbeigesehnt“, sagte auch Giuseppe Iodice, der in Dürrmenz wohnt.
So durften die Besucher am Freitagabend noch gemütlich verweilen, miteinander ins Gespräch kommen und vor allem wieder auf nun insgesamt 45 Plätzen im ersten und zweiten Stock die beliebten Gerichte genießen, die seit bald zwei Generationen die Menschen aller Nationen, ob jung oder alt, in Mühlacker verbinden. Musik mit Gitarre steuerte die Wiernsheimerin Silvia Lutzei bei. Und am Samstag und Sonntag sorgen noch Kinderschminken, Kindertanz und Glücksrad für Abwechslung bei der Neueröffnung von „Johann’s Imbiss“.
