Phönix Lomersheim mit wichtigem Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller
Mühlacker. Jede Menge Grund zum Jubeln gab es für Phönix Lomersheim im ersten Heimspiel der Rückrunde in der Bezirksliga Enz/Murr. Am Ende stand nicht nur der erste Dreier seit Ende Oktober, mit einem 4:0 gegen den FV Löchgau II fiel dieser dann gleich auch recht deutlich aus.
Der TSV war vom Anpfiff weg die spielbestimmende Mannschaft und kontrollierte Ball und Gegner fast nach Belieben. Der Zeiger hatte auf der Uhr noch keine ganze Umdrehung hinter sich gebracht, als Lukas Buck vollkommen frei vor dem Gehäuse der Gäste auftauchte und zur ganz frühen Führung einnetzte (1.). In eben dieser Schlagzahl sollte es auch weitergehen. Phönix erspielte sich Chance um Chance, die Gäste, für die es das erste Spiel im neuen Jahr war, wirkten noch wie im Winterschlaf. Oliver Lochmüller scheiterte zunächst nach einer Ecke mit einem sehenswerten Kopfball noch knapp. Nur wenige Minuten später war es dann Luca Morgante, der von Alex Waldhaus auf die Reise geschickt wurde, den FVL-Keeper umkurvte und lässig zum 2:0 einschob (14.). Die Gelbhemden machten konsequent die Räume eng und ließen keinen Spielaufbau bei den Gästen zu. Die einzig wirklich gute Gelegenheit hatte Löchgau nach einer halben Stunde, doch Yannik Jensen war auf dem Posten und konnte diese Großchance entschärfen.
In der Folge machte sich bei den Gästen eine Mischung aus Resignation und Frust über den Schiedsrichter breit, was den Hausherren zusätzlich in die Karten spielte. Die Chance zur endgültigen Entscheidung verpasste Morgante nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff, als er aus aussichtsreicher Position scheiterte. Das holte Buck dann nach einer Stunde nach, als seinem Gegenspieler das Leder vom Fuß stibitzte und beim Abschluss keine Mühe mehr hatte (62.). Kurz darauf kam Tim Dettinger für Bleon Delija in die Partie und feierte nach überstandener Knieverletzung sein Comeback. In der 72. Minute stand Lars Greinert nach einem Freistoß am langen Pfosten eigentlich goldrichtig, brachte dann aber das Kunststück fertig, den Ball aus kürzester Entfernung noch am Tor vorbei zu spitzeln. Nur wenige Minuten später zeigte er sich dann treffsicherer und markierte mit seinem Tor zum 4:0 den auch in dieser Höhe verdienten Endstand.
Nach diesem wichtigen Sieg steht Lomersheim mit 21 Punkten auf Platz 14 und damit weiterhin einem potenziellen Abstiegsplatz, jedoch rückt das rettende Ufer für das Team von Karl-Heinz Nagel wieder ins direkte Blickfeld. Der Trainer zeigte sich nach dem Spiel dementsprechend auch hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wenn man das Haar in der Suppe suchen möchte, haben wir es verpasst, den Sack früher zuzumachen.“ Ansonsten sei in puncto Spielkontrolle und Raumaufteilung alles genau so umgesetzt worden, wie man es sich vorgenommen habe, blickt Nagel mit viel Optimismus auf die nächsten Spiele gegen Merklingen und in zwei Wochen in Heimsheim.
