Insolvenzantrag: WK Metall aus Neuenbürg sucht Investor
Neuenbürg. Der Karlsruher Rechtsanwalt Holger Blümle von der Kanzlei Schultze & Braun ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter der WK Metall GmbH in Neuenbürg bestellt worden. In dieser Funktion verschaffen er und sein Team sich zusammen mit WK-Geschäftsführer Michael Wagner aktuell einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und prüfen die Sanierungsoptionen, teilt Schultze & Braun auf PZ-Anfrage mit. Ziel sei auf jeden Fall der Erhalt des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze.
Das Unternehmen habe bereits vor dem Insolvenzantrag mit der Planung und Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen und der Suche nach einem Investor begonnen. „Daran kann nun angeknüpft werden. Interessenten für einen Einstieg bei WK Metall können sich gerne melden“, heißt es von Schultze & Braun.
Die WK Metall GmbH ist ein modernes, auf Blechbearbeitung spezialisiertes Lohnfertigungsunternehmen, das Bauteile aller Art herstellt – von Stanzen und Laserschneiden über Biegen und Schweißen bis hin zu CNC-Zerspanung und Lasergravur.
Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 40 Mitarbeitende, deren Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld noch bis mindestens Ende März gesichert sind. Sie sind bereits über die aktuelle Situation und die nächsten Schritte informiert worden.
Hintergrund für die wirtschaftliche Schieflage sei ein hoher Auftragsrückgang bei einzelnen Großkunden durch die aktuell angespannte Wirtschaftslage, besonders im Bereich Automotive – einem Kernfeld von WK Metall. Dadurch kam es zu einer Liquiditätslücke, die kurzfristig aus eigener Kraft nicht mehr geschlossen werden konnte, teilt der Insolvenzverwalter mit.
