Neulingen
Neulingen -  24.02.2026
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Rohrbrüche in Dürrn: Umleitung der gesperrten B 294 ab jetzt über Göbrichen

Neulingen/Ölbronn-Dürrn. In der Ortsdurchfahrt von Dürrn ist es zu mehreren Rohrbrüchen gekommen, wie das Landratsamt des Enzkreises am Dienstagvormittag mitteilt. Dies hat zur Folge, dass die Umleitungsstrecke der B294, die wegen Sanierungsarbeiten in Bauschlott für zwei Jahre gesperrt ist, nun durch den Neulinger Ortsteil Göbrichen geleitet wird. 

Jetzt wird‘s eng: Ein Lkw schiebt sich durch die Ortsdurchfahrt von Dürrn.
Jetzt wird‘s eng: Ein Lkw schiebt sich durch die Ortsdurchfahrt von Dürrn. Foto: Patric Kastner

Wegen der Sanierung der Bauschlotter Ortsdurchfahrt wird der Verkehr seit Monaten durch die umliegenden Gemeinden geleitet – auch durch Dürrn. Bereits vor den Bauarbeiten hat Bürgermeister Norman Tank mit möglichen Straßenschäden gerechnet, die durch den Umleitungsverkehr und somit durch die verstärkte Belastung des maroden Bodenbelags entstehen könnten. Diese Befürchtungen haben sich nun bewahrheitet und zwar in Form von mehreren Wasserrohrbrüchen, die aktuell zu halbseitigen Sperrungen entlang der Dürrner Hauptstraße führen.

Dass diese weitaus größere Auswirkungen haben als bisher angenommen, bestätigt nun auch das Landratsamt Enzkreis in einer Pressemeldung. So wird der Verkehr ab sofort in beide Richtungen über Göbrichen, über die K4530, zur B294 umgeleitet. Autofahrer, die von Pforzheim her kommen, werden an der Abzweigung von der Bundesstraße auf die Kreisstraße gelotst.

Überraschend kämen die Schäden vor allem deshalb nicht, da es sich bei den verbauten Rohren und historische Leitungen handele, die mittlerweile 125 Jahre alt seien, so Bürgermeister Tank. „Es gab ein halbes Jahr lang keine Schäden, dass jetzt alles geballt kommt, ist natürlich ärgerlich, aber wir wollen sofort handeln.“ Wichtig sei es zunächst, so Tank, die Problemstellen zu lokalisieren, um keine „Flickschusterei“ zu betreiben. Erst im Anschluss könne man abschätzen, ob die Straße voll gesperrt werden müsse, oder ob nicht die halbseitige Sperrung ausreiche. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bretten werde dies momentan besprochen. Sollte die Straße voll gesperrt werden, müsse der Verkehr großräumig umgeleitet werden.

Um das Problem auch finanziell so gut wie möglich zu bewältigen, möchte Tank die Rohrbrüche bereits in den diesjährigen Wirtschaftsplan der Gemeinde aufnehmen. Darüber müsse im Gemeinderat allerdings noch abgestimmt werden. Ursprünglich sei eine Teilerneuerung der Rohre nämlich erst für das kommende Jahr geplant gewesen.

Die zu erwartenden Kosten ließen sich aktuell noch nicht bestimmen. Sollte es sich um Rohr-Teilstücke handeln, die erneuert werden müssen, könne man von 10.000 bis 15.000 Euro ausgehen. Beim Austausch eines längeren Stücks, müsse man mit deutlich mehr rechen.

Schon länger Probleme

Dass es sich bei den Rohrbrüchen nur um die Spitze des Eisbergs handelt, hat sich bereits zuvor gezeigt: So haben Engstellen auf der Umleitungsstrecke mehrfach dazu geführt, dass Lkw bei Gegenverkehr auf die Gehwege ausweichen mussten. Dabei seien vermehrt Mülltonnen umgefahren worden, so der Rathauschef. „Das Problem besteht weiterhin. Vor einigen Wochen wurden an Pollern vor dem Rathaus neue reflektierende Aufkleber angebracht. Selbst die wurden schon wieder abgefahren.“

Autor: enz

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