Gemeinde Ölbronn-Dürrn ergreift die Chance auf Sanierung von Denkmälern
Ölbronn-Dürrn. Zwei zukunftsweisende Themen standen in der Sitzung des Ölbronn-Dürrner Gemeinderates am Mittwochabend auf der Tagesordnung.
Denn zum einen berichteten von der Kommunalentwicklung (KE) Baden-Württemberg die Ansprechpartnerinnen Julia Schütz und Manuela Mainka den aktuellen Sachstand zum Sanierungsgebiet „Ortsmitte Ölbronn II". Und zum anderen stellten die Verkehrsplaner Tim Wiesler und Hendrik Engelbrecht die Ergebnisse ihrer Untersuchungen der Ortsmitten von Ölbronn und Dürrn vor. Dieser Qualtitätscheck wurde vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Rahmen des Projekts „Lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitten in Baden-Württemberg" gesponsert. Aber der Reihe nach.
Sanierungsprogramm „Ortsmitte Ölbronn II":
Der zugesagte Förderrahmen dafür beträgt 1,3 Millionen Euro. Davon können aktuell 60 Prozent der Kosten abgerufen werden. Am 16. Juli sollen nun bei einer Einwohnerversammlung die im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Ölbronn II“ vorgesehenen öffentlichen Maßnahmen den Bürgern und Bürgerinnen vorgestellt werden. Dazu gehören die Modernisierung des Ölbronner Rathauses sowie des Ferdinand-von-Steinbeis-Hauses, des Kindergartens und private Maßnahmen. „Die Förderung von rund 800.000 Euro ist bereits sicher“, erklärten Schütz und Mainka. Der Bewilligungszeitraum geht bis 30. April 2034. Bis dahin könnten die Fördermittel auch noch aufgestockt werden.
„Das ist die einzige Chance, dass wir unsere Denkmäler saniert bekommen“, sagte Gemeinderat Björn Dost (Aktive Bürger).
Und: „Wir müssen beim Regierungspräsidium vorfühlen, wie die Umsetzung unserer Maßnahmen erfolgen kann“, sagte Bürgermeister Norman Tank.
Ortsmitten Ölbronn und Dürrn:
Schwieriger wird für die Doppelgemeinde die Entzerrung der beiden Ortsdurchfahrten in Ölbronn und Dürrn. Denn – wie die beiden Verkehrsplaner Hendrik Engelbrecht und Tim Wiesler klarlegten - müsste in der Ölbronner Unteren Steinbeisstraße, die ebenfalls im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Ölbronn II“ liegt, die Parksituation auf den Prüfstand gestellt werden. Verschattung durch Bäume, Fußgängerweg und Sitzelemente könnten Abhilfe schaffen. Aber: „Man muss abwägen, welche Fläche wofür abgestellt werden soll“, sagte Wiesler. „Das ist eine Durchgangsstraße“, sagte Gemeinderat Helmut Schneider (Freie Wählervereinigung).
„Wir haben in der Unteren Steinbeisstraße einen Autobetrieb, eine Besenwirtschaft, einen Hofladen, ein Café und eine Pizzeria, die alle auf einen Parkplatz angewiesen sind“, unterstrich Björn Dost.
„Die Untersuchung ist heute erst einmal ein Denkanstoß, denn wir haben ganz viele Abhängigkeiten in der Straße“, erklärte Bürgermeister Norman Tank zu dem „ungeordneten Straßenraum“. „Wir müssen mehr Aufenthaltsqualität schaffen“, war auch Sabine Wilhelm-Maaßen (Aktive Bürger) überzeugt. „Die Überlegungen, die hier gemacht wurden, sind schon oft gemacht worden, sind bisher aber abgelehnt worden“, sagte Helmut Schneider. In Dürrn werde ungesichertes Queren der Durchgangsstraße durch Kurvenlage und Gefälle erschwert, erklärten die Planer. Die festgestellten Defizite und die daraus abgeleiteten Maßnahmenempfehlungen bilden nun eine wichtige Grundlage für die Inanspruchnahme von Fördermitteln.
