Ölbronn-Dürrn
Ölbronn-Dürrn -  11.07.2026
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Nach großen Cannabis-Fund in Ölbronn: Was passiert mit den Pflanzen?

Manchmal braucht es keinen Grosseinsatz oder keine monatelange Ermittlungsarbeit. Manchmal reicht ein gemeldeter Funkenflug an einer Scheune. Und der hat die Polizei, wie es der Zufall so will, zu einem rekordverdächtigen Fund von Cannabis in Ölbronn geführt.

Eine Kolumne von PZ-Redakteur Patric Kastner 

Nicht in einem Industriegebiet oder abgelegenen Anwesen. Nein, quasi mitten im Ortskern. Vermutet hätte die Plantage hier wohl kaum jemand, aber unbemerkt von Gemeinde und Polizei wurde hier Gras im großen Stil gezüchtet.

Der Fund hat es in sich: Über 500 Pflanzen und mehr als 100 Ableger haben die Beamten sichergestellt. Dass der Zufall ausgerechnet der Polizei in die Karten spielt, wollten die Täter eigentlich verhindern. Eine Abluftanlage sollte dafür sorgen, dass die Nachbarn keinen Verdacht schöpfen und auch bei der Versorgung der Pflanzen haben sie offensichtlich nichts dem Zufall überlassen: Strom und Wasser wurden wohl erst illegal an- und dann abgezapft, heißt es seitens des Pforzheimer Polizeipräsidiums.

Die Gemeindeverwaltung, Betreiberin des Wassernetzes, hingegen betont kurz nach Bekanntwerden der Plantage, dass nichts Außergewöhnliches aufgefallen sei. Die letzten vorliegenden Wasserstände seien plausibel gewesen und hätten keinen Anlass für eine Beanstandung gegeben, heißt es aus dem Rathaus von Ölbronn-Dürrn. Gleichwohl mit der Einschränkung, dass der Gemeinde das Haus nicht gehöre und man deswegen den Anschluss auch nicht überprüfen konnte.

Und nun die Frage: Was geschieht eigentlich mit den sichergestellten Cannabis-Pflanzen? Sie werden zuerst einmal auf ihren Wirkstoffgehalt untersucht. Danach sollen sie vom Landeskriminalamt verbrannt werden, heißt es. Und so geht letzten Endes das Cannabis in Rauch auf. Aber halt ganz anders, als es sich die Betreiber der Plantage ursprünglich vorgestellt haben.