Straubenhardt
Straubenhardt -  15.05.2022
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Straubenhardter Turnern fehlt in hochklassigem Vergleich der Meister etwas Glück

Straubenhardt/Hannover. Atemlose Stille nach der letzten Übung, ehe Andreas Bretschneider sein Reck-Duell um eine Zehntel verliert und der siebenfache Turn-Meister KTV Straubenhardt das Kräftemessen mit dem amtierenden Titelträger TuS Vinnhorst so mit 32:33.

Äußerst knapp unterlagen Andreas Bretschneider und die KTV. Archivfoto: Becker
Äußerst knapp unterlagen Andreas Bretschneider und die KTV. Archivfoto: Becker

Der Härtetest auf Augenhöhe hatte die Erwartungen noch übertroffen. Je drei Score-Punkte am Boden holten Nick Klessing, Ivan Rittschik und Félix Dolci, der 14,50 Punkte erhielt. Der Kanadier hatte die technische Schwierigkeit (D-Note) gegenüber der Vorwoche noch gesteigert.

Am Pferd musste sich die KTV trotz Steigerung mit 2:8 geschlagen geben. Auch an den Ringen steigerte sich Straubenhardt, doch der Gegner hatte Andrea Cingolani aufzubieten, der aus Vinnhorster Sicht allein fürs 4:4 an diesem Gerät verantwortlich war. So stand es bei Halbzeit 15:15

Am Sprung konnte KTV-Teamchef Brian Gladow hoch zufrieden sein: Seine Straubenhardter konnten ihre schwierigen Sprünge nahezu perfekt in den sicheren Stand bringen. Dem Team brachten diese Leistungen ein 7:1. Am Barren konnte dann lediglich Illia Kovtun, der die Tageshöchstnote von 15,10 Punkten schaffte, gegenhalten. Vinnhorst holte 13:4-Score-Punkte und führte so vor dem letzten Gerät mit 29:26.

Gladow wusste, dass seine Mannschaft am Reck Vorteile haben sollte. Mit vier Punkten von Kovtun ging es auch glänzend los. Rittschik gab dann drei Score-Punkte ab, Marcel Nguyen wiederum holte zwei. Vor dem finalen Duell stand es also 32:32!

Lukas Dauser, deutscher Mehrkampfmeister und früherer KTV-Turner traf nun auf Bretschneider. Dauser legte vor – mit sauberem Vortrag, aber einem leichter Standfehler beim Abgang. Bretschneider wiederum konnte seine spektakulären Flugteile traumhaft sicher fangen, doch beim Umschwung Adler ganze Drehung musste er die Arme beugen und sich über die Stange kämpfen – und danach umstellen.

Gladow war leicht enttäuscht, aber auch stolz. Halten sie dieses Niveau, sollten die Mannschaften im Finale noch einmal aufeinandertreffen. Erst einmal erwartet die KTV diesen Samstag um 18 Uhr die TG Saar.

Autor: pm