Wiernsheim
Wiernsheim -  11.07.2021
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Lieber Mini-Fest, als gar kein Fest - Wiernsheim feiert wieder ein Straßenfest

Wiernsheim. Fröhliche Gesichter und strahlende Augen unter der Gesichtsmaske ließen am Sonntag beim Wiernsheimer Mini-Straßenfest sofort erkennen, was während der Pandemie am meisten gefehlt hat – der Kontakt zu anderen Menschen. „Ich freue mich, dass wir heute wieder zusammenkommen und ein gemeinsames Fest feiern können“, sagte Bürgermeister Karlheinz Oehler beim Fassanstich zwischen den Vereinsheimen des TSV, der Tennisfreunde und des Harmonika Spielrings und sprach damit den meisten aus der Seele.

Endlich wieder beisammen zu sitzen, wie beim Serrener Liederkranz, machte die Menschen beim Wiernsheimer Mini-Straßenfest rundum glücklich. Foto: Prokoph
Endlich wieder beisammen zu sitzen, wie beim Serrener Liederkranz, machte die Menschen beim Wiernsheimer Mini-Straßenfest rundum glücklich. Foto: Prokoph

Essen trotzdem nur „To-Go“

Viele Ideen, viel Engagement und vor allem der Wunsch der Vereine, gemeinsam ein Straßenfest auf die Beine zu stellen, zeige, dass der bald zweijährige Lockdown von den Menschen überwunden wurde und trotzdem der Gemeinschaftssinn erhalten blieb, führte Oehler aus. Denn im Jahr 2019 sei die letzte Großveranstaltung in der Plattengemeinde gefeiert worden. „Ich bin froh, dass wir endlich wieder unser Straßenfest feiern können“, sagte auch Gemeinderat Kevin Gillé erleichtert im Gespräch. Und wie ihm ging es vielen Besuchern.

„Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder ein normales Straßenfest haben“, sagte auch der Vorsitzende des Harmonika Spielrings, Markus Kühnle. Schon im April sei die Idee aufgekommen, das größte Fest der Kommune im kleinen Rahmen stattfinden zu lassen, erläuterte im Gespräch Kay Bäumges als Sprecher der Interessensgemeinschaft (IG) Straßenfest. Weil man damals allerdings nicht wusste, wie sich die Pandemie und die Verordnungen dazu entwickeln, machten die teilnehmenden Vereine diesmal „To-Go-Angebote“ mit vorheriger Bestellung.

Und als besonderes Schmankerl erstellten die Vereine diesmal eigene Werbefilme, die dann ab Sonntagnachmittag auf der Homepage der IG als Gesamtwerk abgerufen werden konnten. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Bäumges schon um die Mittagszeit über die gute Resonanz und lobte Bürgermeister Karlheinz Oehler und die Verwaltung. Zufrieden waren auch Heike Längle und ihre Schwester Birgit Faas, die bei ihrem kenianischen Hilfsverein „Naretoi“ 840 Samosas verkauften. „Besser ein abgespecktes Straßenfest als gar keins“, sagte der einheimische Künstler Peter Stantscheff. „Wir mussten die Menschen wieder heimschicken, weil wir nichts mehr hatten“, sagte Charlotte Walz vom Wiernsheimer Liederkranz und ausverkauft war auch der Liederkranz Serres.

Autor: Ilona Prokoph