Wiernsheim
Wiernsheim -  21.03.2021
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Saisoneröffnung des Waldenser-Museumsstübles lässt auf sich warten

Wiernsheim-Pinache. „Wir wollten ab April 2021 wieder öffnen“, sagt Cornelia Schuler, Leiterin des Waldenser-Museumsstübles in Pinache, die dem Freundeskreis der Waldenser Pinache und Serres angehört. Aber angesichts der momentanen Corona-Situation mit gestiegenen Infektionszahlen im Enzkreis konzentriere sie sich mit ihrem Team, bestehend aus Margot Augenstein, Ilse Beuchle und Gertrud Roux, auf den kommenden Mai. Auch im Museumsstüble soll auf das 300-jährige Jubiläum der Pinacher Waldenserkirche, die direkt neben dem Museumsgebäude steht, hingewiesen werden.

Verwaist ist das Museumsstüble wegen Corona. Leiterin Cornelia Schuler (Waldenser-Freundeskreis Pinache und Serres) dämpft weiter die Erwartungen. Foto: Prokoph
Verwaist ist das Museumsstüble wegen Corona. Leiterin Cornelia Schuler (Waldenser-Freundeskreis Pinache und Serres) dämpft weiter die Erwartungen. Foto: Prokoph

„Unser Thema sind die Pfarrer, Pfarrerinnen und die Pfarrverweser, die in den vergangenen 300 Jahren seelsorgerisch in Pinache und in Serres gewirkt haben und noch immer wirken“, berichtet Schuler. Die Ausstellungsstücke sollen am 13. Juni den Besuchern vorgestellt werden. Denn dieser Sonntag ist gleichzeitig Auftakt für die Jubiläumsfeierlichkeiten der Kirche.

„Unser Waldenser-Museumsstüble wurde im März 2013 eröffnet“, blickt Schuler einige Jahre zurück. Von Beginn an hätte zahlreichen interessierten Besuchern die Geschichte der Waldenser und vor allem die regionale Geschichte der beiden Wiernsheimer Waldensergemeinden Pinache und Serres nahegebracht werden können. „Wir hatten durchschnittlich 20 Besucher an unseren Öffnungssonntagen und immer wieder viele Gruppenanfragen“, erinnert sich Schuler. Leider habe das Museumsstüble im vergangenen Corona-Jahr aufgrund der Beschränkungen nur im März geöffnet gehabt. „Das fanden wir sehr bedauerlich, denn unser Thema ‚Familiennamen der Waldenser und Hugenotten‘ hätte sicher etliche Besucher angelockt“, so Schuler. Als neue Museums-Exponate im Mai sollen dann die 35 Pfarrer, Pfarrerinnen und Pfarrverweser der vergangenen 300 Jahre auf Roll-Ups dargestellt werden. Hans-Ulrich Läpple, der am 28. März seine Investitur habe, sei der 35. Pfarrer. Als neues Exponat ist auch ein vierteiliger Abschnitt des Gemarkungsplanes von Serres aus dem Jahr 1791 vorgesehen. „Dieser Gemarkungsplan ist etwas ganz Besonderes, denn die Eigentümer der einzelnen Grundstücke sind mit Vor- und Familiennamen eingetragen“, sagt Cornelia Schuler.

Autor: Ilona Prokoph