7800 Hornveilchen gepflanzt: Der Kurpark von Bad Wildbad blüht auf
Bad Wildbad. Die Leuchtsterne wurden abgehängt und große Mengen von Laub entfernt – jetzt riecht es nach Frühling im Kurpark Bad Wildbad. Nach ausgiebigen Regenfällen macht sich die Natur auf, mit den ersten kräftigen Sonnenstrahlen neues Leben zu entfalten. Sobald die Schneeglöckchen und Krokusse verblüht sind, stehen die Märzenbecher in voller Pracht und die ersten Narzissen setzen leuchtende Farbakzente.
In den kommenden Wochen verwandeln diese viele der Hangwiesen im Kurpark in ein gelbes Blütenmeer – für viele Besucher eines der stillen Highlights eines Spaziergangs. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, ist das Gärtnerteam der Touristik Bad Wildbad im Park zur traditionellen Frühjahrsbepflanzung unterwegs. Am Kurparkeingang leuchten die ersten frisch bepflanzten Beete bereits in bunten Farben. Auch am Schwanensee, beim Palais Thermal und an der Vital Therme haben die Kurgärtner Kübel und Beete neugestaltet. Zuletzt wird auch der Trinkhallenplatz in frühlingshaftem Glanz erstrahlen – dann ist die große Pflanzaktion nach gut einer Woche abgeschlossen.
„Das Einsetzen der kleinen Pflanzen geht dabei erstaunlich schnell“, freut sich der Leiter der Kurgärtnerei, Jochen Heuser und berichtet: „Der eigentliche Kraftakt steckt in der Vorbereitung.“
Nach dem Winter müssen ihm zufolge zunächst Tannenreisig, Laub und Unkraut aus den Beeten entfernt werden. Anschließend wird der Boden gelockert, gründlich durchgeharkt und mit einer kleinen Menge organischem Dünger versorgt – damit die jungen Pflanzen beste Bedingungen zum Wachsen haben. „Danach braucht es vor allem eines: etwas Wärme und viele Sonnenstunden, damit sich die Blütenpracht voll entfalten kann“, sagt er.
Insgesamt wurden in diesem Frühjahr rund 7800 Hornveilchen gesetzt. Dazu kommen etwa 6000 Blumenzwiebeln – überwiegend Tulpen, ergänzt durch einige Hyazinthen. Diese wurden bereits im Herbst nach dem Entfernen der Sommerbepflanzung in den Boden gebracht, damit sie über den Winter Wurzeln bilden konnten.
Dass der Kurpark im Frühling so harmonisch wirkt, sei übrigens kein Zufall, heißt es. Die Planung der Beete beginne bereits im Mai des Vorjahres. Die farbliche Gestaltung werde jedes Jahr individuell entworfen. Damit die gewünschten Sorten und Farbtöne auch wirklich verfügbar sind, werden sie frühzeitig bei einer regionalen Gärtnerei bestellt, die anschließend die Jungpflanzen heranzieht. So haben die Setzlinge später nur einen kurzen Transportweg.
Die Frühjahrsbepflanzung bleibt traditionell bis etwa Mitte Mai bestehen. Dann sind die Tulpen verblüht und auch die Hornveilchen müssen der Sommerbepflanzung weichen – obwohl sie zu diesem Zeitpunkt oft noch in voller Blüte stehen. Damit sie nicht einfach auf dem Kompost landen, hat sich eine schöne Tradition etabliert: Seit einigen Jahren verschenkt die Touristik die Hornveilchen an Hobbygärtner aus der Region. Der Termin dieser Aktion im Mai wird rechtzeitig bekanntgegeben. Auch die Blumenzwiebeln werden nicht entsorgt. Nach dem Ausgraben dürfen sie ausreifen und finden im kommenden Herbst an anderer Stelle im Kurpark ein neues Zuhause.
Eine Bitte hat das Gärtnerteam an alle Besucher: „Genießen Sie die Farben und Düfte des Frühlings – aber lassen Sie die Blumen bitte stehen, damit sich alle Gäste des Kurparks an dieser Blütenpracht erfreuen können.“
