Dobel -  29.09.2021
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Angst vor „Vergifter“ in Dobel: Was passierte mit den Schlittenhunden?

Dobel. Die zwölf Schlittenhunde, die aus bislang ungeklärter Ursache im Juli in Dobel zu Tode gekommen sind, beschäftigen die Menschen weiterhin. „Ich möchte wissen, ob hier ein Mensch unterwegs ist, der unsere Tiere vergiftet“, meldete sich am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Hundehalterin zu Wort.

Zwölf Schlittenhunde sind in Dobel vergiftet worden. Symbolbild: Moritz
Zwölf Schlittenhunde sind in Dobel vergiftet worden. Symbolbild: Moritz

Dobels Bürgermeister Christoph Schaack sagte: „Solange es keine Beweise für eine Vergiftung gibt, mache ich mir um meine beiden Hunde keine Sorgen.“ Die Hunde gehörten der ehemaligen Lebensgefährtin des Sohnes von Bernhard Kraft, Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter. Er ergänzte: „Es ist erwiesen, dass zwei der Hunde vergiftet wurden. Die übrigen zehn wurden zur Untersuchung wieder ausgegraben, Ergebnisse gibt es aber noch nicht.“ Auch bei der Polizeidirektion in Pforzheim wartet man: „Da es sich nicht um eine polizeiliche Einrichtung handelt, die die Untersuchung macht, können wir nicht genau sagen, wann es Ergebnisse gibt“, so Pressesprecher Frank Weber. Er rechne in ein bis zwei Wochen damit. Die Hunde hatten sich auf einem Wiesengrundstück beim Sportplatz aufgehalten, die Nacht verbrachten sie in einem Transportfahrzeug. Am Morgen waren zwölf der 24 Tiere tot. Die Tierschutzorganisation Peta geht davon aus, dass die Tiere im Fahrzeug erstickt sind.