Dobel -  27.01.2021
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Bekenntnis zum alten Rathaus - Umzug in Dobel vom Tisch

Dobel. Das Gebäude in der Dobler Ortsmitte soll saniert und umgebaut werden. Ein möglicher Umzug der Verwaltung ins Kurhaus ist nun vom Tisch.

Das Dobler Rathaus soll saniert werden. Ein Anbau soll das Gebäude mit der Pfarrscheuer verbinden. Foto: Meyer
Das Dobler Rathaus soll saniert werden. Ein Anbau soll das Gebäude mit der Pfarrscheuer verbinden. Foto: Meyer

Der Gemeinderat hat am Dienstagabend beschlossen, das Architekturbüro Heinz Hummel aus Neuenbürg mit der Entwurfsplanung für den Umbau und die Sanierung des Rathauses zu beauftragen, und war damit auch der Empfehlung des Technischen Ausschusses gefolgt.

Zur Diskussion stand auch, die Verwaltung künftig dauerhaft im Kurhaus unterzubringen. Eine Machbarkeitsstudie hatte im Dezember aufgezeigt, dass dies möglich wäre. Auch Dobels Bürgermeister Christoph Schaack hatte sich aber dafür ausgesprochen, die Gemeindeverwaltung im bestehenden Gebäude in der Ortsmitte zu belassen. „Das Kurhaus ist auch für unser Tourismusentwicklungskonzept wichtig, zum Beispiel für ein künftiges gastronomisches Angebot“, sagte er in der Sitzung. Zudem werde die Dobler Ortsmitte einer Belebung entzogen, wenn die Verwaltung aus dem Rathaus ausziehen würde.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr ein Organisationsgutachten zur Neustrukturierung der Gemeindeverwaltung erstellen lassen. Dieses hatte ergeben, dass es langfristig einen größeren Bedarf an Büroflächen geben wird. Auch das Thema Barrierefreiheit ist ein Grund für die Sanierung.

Der Vorentwurf des Architekturbüros, der in der jetzigen Sitzung vorgestellt wurde, sieht unter anderem einen Verbindungsbau zwischen dem Rathaus und der nebenstehenden Pfarrscheuer vor. Zudem soll das Dachgeschoss im Rathaus ausgebaut werden, damit dort neue Büroarbeitsplätze entstehen können. „Mit dem Ausbauhaben wir statt neun bald 13 Arbeitsplätze“, erklärte Schaack. Die Kosten für Sanierung, Umbau und Anbau liegen laut Schaack für die umfangreichste Variante bei 2,43 Millionen Euro, die Gemeinde rechnet, da die Gebäude denkmalgeschützt sind, mit erheblichen Zuschüssen in Höhe von etwa 1,9 Millionen Euro.

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Autor: caw