Dobel -  07.10.2021
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Nach Fund von toten Schlittenhunden in Dobel: Ergebnis der toxikologischen Untersuchung steht noch aus

Dobel. Anfang September wurde bekannt, dass im Juli in Dobel zwölf Schlittenhunde ums Leben gekommen sind. Morgens wurden die toten Tiere in einem Transportanhänger gefunden, in dem 26 Hunde untergebracht waren. Die Besitzerin und der Vater ihres früheren Lebensgefährten, der Dobler Gemeinderat Bernhard Kraft, gehen davon aus, dass die Tiere tags zuvor auf ihrer Wiese vergiftet wurden.

Eigentlich hätte im Dezember wieder das berühmte Schlittenhunderennen in Dobel stattfinden sollen. Der Deutsche Schlittenhunde-Verband hat dies nach dem Vorfall im Sommer aus Angst um die Sicherheit der Tiere abgesagt. Der VDSV geht davon aus, dass die Hunde vergiftet wurden. Foto:  Moritz
Eigentlich hätte im Dezember wieder das berühmte Schlittenhunderennen in Dobel stattfinden sollen. Der Deutsche Schlittenhunde-Verband hat dies nach dem Vorfall im Sommer aus Angst um die Sicherheit der Tiere abgesagt. Der VDSV geht davon aus, dass die Hunde vergiftet wurden. Foto: Moritz

Darauf weise das Untersuchungsergebnis von zwei überlebenden Hunden hin. Die Tierschutzorganisation Peta dagegen geht davon aus, dass die Besitzerin ihre Hunde im Anhänger hat ersticken lassen. Peta hat deshalb Strafanzeige wegen Tierquälerei gestellt. Dafür drohen bis zu drei Jahre Haft.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Tübingen wurden die Hundekörper ausgegraben. Ein Ergebnis der toxikologischen Untersuchung in Freiburg liege allerdings noch nicht vor, sagt Frank Weber, Sprecher der Pforzheimer Polizei. Erhärtet habe sich der Verdacht auf einen Verstoß bei der Tierkörperbeseitigung – eine Ordnungswidrigkeit.

Die Halterin hatte die toten Tiere gemeinsam mit einem Bekannten auf dessen Grundstück vergraben. Nach Rechtslage dürften Haustiere zwar auf Privatgrund beerdigt werden, aber nicht in so großer Anzahl. Eine Anhörung der Hundehalterin zu der ganzen Sache stehe noch aus, da man weitere Ermittlungsergebnisse abwarten wolle, so Weber.

Autor: ben