Dobel -  08.01.2019
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Ringen um Weitsicht auf Dobler Wasserturm: Streit vor Gericht entschieden

Dobel/Karlsruhe. Ein Anwohner in Dobel fühlt sich von Wasserturm-Besuchern in seiner Privatsphäre gestört. Ein erstes Urteil wird zugunsten der Verwaltung gefällt, die auf das Ausflugsziel setzt.

Der alte Wasserturm auf dem Dobel wird heute als Aussichtsturm genutzt. Ein Bürger wollte das nicht hinnehmen. Foto: Zoller
Der alte Wasserturm auf dem Dobel wird heute als Aussichtsturm genutzt. Ein Bürger wollte das nicht hinnehmen. Foto: Zoller

Bei guten Sichtverhältnissen kann man vom alten Wasserturm in Dobel aus bis weit in die Rheinebene schauen. Bei nicht ganz so guten Bedingungen immerhin auf die umliegenden Grundstücke. Ein Bürger fühlt sich seit einigen Jahren dadurch derart in seiner Privatsphäre gestört, dass er Hilfe beim Verwaltungsgericht in Karlsruhe gesucht hat. Die Richter haben sein Gesuch abgewiesen. Ganz vom Tisch ist die Sache damit allerdings noch nicht.

Im Zentrum des Streits steht die Frage, ob das 25 Meter hohe Gebäude als Aussichtsturm genutzt werden darf. Mit Hilfe eines Eilantrags in Karlsruhe wollte der Kläger eben dies vorläufig und vor allem zeitnah von den Richtern untersagen lassen. Die zuständige Kammer hatte sich jedoch bereits am 11. Dezember dagegen entschieden. „Die Eilbedürftigkeit ist abgelehnt worden, da der Turm mindestens seit dem Jahr 2015 als Aussichtsturm genutzt wird und die Plattform außerdem erst wieder ab 1. Mai geöffnet hat“, teilt Wilfried Holz, Richter am Verwaltungsgericht und Pressesprecher der Behörde, auf Anfrage der PZ mit.

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Der Kläger habe jedoch noch die Möglichkeit Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen, so Holz weiter. Zwar habe er dies noch nicht getan, die einmonatige Frist laufe aber noch bis Freitag. Mindestens: Denn sie gelte erst, wenn die Prozessbeteiligten schriftlich über das Urteil informiert werden, was laut Holz die Regel ist.

Zudem habe das Verwaltungsgericht im Zuge des Verfahrens im Eilantrag auch nicht grundsätzlich geprüft, ob der 1937 erbaute und seit einigen Jahren stillgelegte Wasserturm ebenso als Aussichtspunkt genutzt werden dürfe, sagt der Pressesprecher weiter.

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Autor: Dennis Krivec