Dobel -  06.10.2021
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Täter wollten Lösegeld: Nach Cyberattacke kehren SRH-Kliniken in der Region langsam zur Normalität zurück

Karlsbad/Dobel. Mehr als zwei Wochen nach einer Cyberattacke auf die SRH Holding in Heidelberg schreitet die Wiederherstellung der IT-Infrastruktur voran. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Betriebsfähigkeit aus eigener Kraft in wenigen Tagen wiederherstellen können“, teilte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch mit. Die Holding betreibt Kliniken und Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland, in der Region sind es Kliniken in Karlsbad, Dobel, Waldbronn und Bad Herrenalb.

Nach dem Hackerangriff hatte das Landeskriminalamt Ermittlungen übernommen.
Nach dem Hackerangriff hatte das Landeskriminalamt Ermittlungen übernommen.

Nach einer ersten Durchsicht gestohlener Dateien habe sich gezeigt, dass „in sehr wenigen Einzelfällen“ auch personenbezogene Informationen gestohlen worden seien. Auf betroffene Personen werde man umgehend persönlich zugehen und diese unterstützen.

Nach dem Hackerangriff hatte das Landeskriminalamt Ermittlungen übernommen. Ziel der Attacke waren Bildungseinrichtungen und Hochschulen der SRH. Der Betrieb in Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Offenbar hatten die Täter die SRH-Systeme mit Schadsoftware verseucht und auf diese Weise versucht, ein Lösegeld zu erpressen. „Wir wissen mittlerweile, dass die Hacker einige Dateien kopiert und im Darknet teilweise veröffentlicht haben. Die Datenmenge war aber in vergleichbar sehr geringem Umfang“, hieß es.

Autor: lsw