Oberderdingen
Oberderdingen -  16.08.2020
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Oberderdinger Filple-Freibad trifft den Spaß-Nerv der Fans

Oberderdingen. Besser kann der Start für die Wiedereröffnung eines Freibades nicht laufen. Denn am Sonntag haben insgesamt 1400 Besucher im frisch sanierten Oberderdinger Freibad mit dem neuen Namen Filple-Bad bei 33 Grad das kühle Nass im ansprechenden Ambiente genossen. „Filple“ ist die Kurzform für „Philipple“, was als Spitzname für die Oberderdinger gilt. Der Name wurde jüngst von Bürgermeister Thomas Nowitzki und dem Gemeinderat beschlossen.

Die Gewinner-Nummern der Freibad-Los-Aktion ziehen am Sonntag Bürgermeister Thomas Nowitzki, die Künstlerin Helga Essert-Lehn (links) und von der Verwaltung Simone Jankowski. Foto: Prokoph
Die Gewinner-Nummern der Freibad-Los-Aktion ziehen am Sonntag Bürgermeister Thomas Nowitzki, die Künstlerin Helga Essert-Lehn (links) und von der Verwaltung Simone Jankowski. Foto: Prokoph

Das 6,5 Millionen Euro teure Spaßbad, in dem sich gewöhnlich auch Besucher aus dem Nachbarort Knittlingen und dem östlichen Enzkreis vergnügen, wurde mit 1,7 Millionen Euro gefördert, sodass 4,8 Millionen Euro von der Kommune zu stemmen waren. Und weil Oberderdingens Slogan „Alles zum Leben“ stimmt, durften sich die Bürger im Vorfeld der Sanierung aktiv einbringen und ihre Wünsche äußern.

So kam die Anschaffung der neuen Breitwellenrutsche mit Kosten von 170.000 Euro zustande. Dafür wurden bereits 142.000 Euro an Spenden gesammelt, unter anderem durch die Aktion, bei der ein Los zehn Euro kostete. Die wertvollen Preise stifteten Oberderdinger Firmen.

Am Sonntag hat die Oberderdinger Künstlerin Helga Essert-Lehn nun mit Bürgermeister Thomas Nowitzki und Simone Jankowski von der Verwaltung die ersten 15 von insgesamt 300 Gewinner-Nummern gezogen und im Freibad verkündet. Nun müssen sich die Gewinner im Rathaus melden.

Die restlichen 285 Gewinner werden am heutigen Montag gezogen. „Jedes vierte Los gewinnt“, freute sich Nowitzki über die 1217 verkauften Lose. Viele Spender hätten auch Großzuwendungen ab 500 Euro gemacht. Darin sieht der Gemeindechef eine „beeindruckende Identifizierung mit dem Filple-Bad“. „Glückwunsch, das Bad ist toll geworden“, sagte Heike Junker aus Bretten zu Nowitzki. Begeistert vom Ergebnis waren auch Helga Riedling und Verena Balmer, die mit einem Gläschen Sekt auf das Bad anstießen.

Und mit Freude hüpfte die acht Jahre alte Mara Wolff aus Ölbronn ins Becken. Ihre Eltern waren langjährige Bademeister in Oberderdingen.

Autor: Ilona Prokoph