Schömberg
Schömberg -  26.12.2017
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Abschied mit viel Applaus: Johannes Luithle nicht mehr Pfarrer in Schömberg

Schömberg. „Wir passen in die Gemeinde hinein“, hatte Pfarrer Johannes Luithle zum Start seiner Dienstzeit in Schömberg vor siebeneinhalb Jahren gesagt. Er sollte Recht behalten und hat sichtbare Spuren hinterlassen, wie seine Verabschiedung nun nicht nur einmal zeigte.

Dekan Joachim Botzenhardt (links) dankt der Pfarrerfamilie Luithle.
Dekan Joachim Botzenhardt (links) dankt der Pfarrerfamilie Luithle.

Die Kirche platzte aus allen Nähten und zahlreiche Helfer organisierten zusätzlich Stühle. „Unsere gemeinsamen Wege gehen zu Ende, doch neben Schmerz und Trauer soll auch Lachen dabei sein – und auf jeden Fall verbindet uns die Dankbarkeit gegenüber Gott für die gemeinsame Zeit“, eröffnete Luithle selbst den Gottesdienst. Er lese nicht die Leviten, sondern aus dem Römerbrief, in dem Paulus für Gott schwärme. Noch einmal kam dabei nicht nur seine eigene Glaubensüberzeugung, sondern auch seine Gabe, mit Fröhlichkeit die Menschen mitzunehmen, zum Ausdruck.

Das unterstrichen außerdem verschiedene Gruppen aus der Kirchengemeinde – allen voran jene, in denen Kinder aktiv sind. Kinderkirche, Krabbelgruppe, Kindergärten und auch die Jugendband sangen zum Abschied Lieder, teils mit auf den scheidenden Pfarrer zugeschnittenen zusätzlichen Textzeilen.

Bleiben in der Gemeinde

„Es gibt Momente, in denen auch den Worten eines Dekans nicht gefolgt wird“, erinnerte Joachim Botzenhardt an seine Worte im vergangenen Jahr, dass Luithle mindestens noch vier bis sechs Jahre in Schömberg bleiben sollte. Es sei schade, dass der Pfarrer gehe, gleichzeitig zeigte der Dekan aber auch Verständnis. Denn, wie berichtet, geht Johannes Luithle als Direktor zur Liebenzeller Mission. Und das war dann fast schon wieder ein Trost, wie einzelne Beiträge signalisierten. Geht er doch nicht so ganz und bleibt in einem Schömberger Ortsteil wohnen.

Botzenhardt erinnerte zudem an einige Spuren, die Luithle hinterlässt und brachte ihm die Wertschätzung für seine Ruhe und Zusammenarbeit entgegen. Anhaltender Applaus untermauerte diese auch seitens der Kirchengemeinde.