Schömberg
Schömberg -  08.10.2020
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Mit Humor am Sterbebett: Wie eine Clownin Sterbenden die Angst vor dem Tod nehmen will

Schömberg. Mit ihrem geschmückten Roller fährt Stefanie Schnitzler in ihrer Rolle als Clownin Fluse in den Schömberger Kursaal ein und schenkt jedem der rund 50 Zuhörern eine Haselnuss. Verdutzte Gesichter, doch Fluse erklärt: „Das ist ‚Die Nuss des Tages‘. Steckt sie ein und immer wenn ihr was Schönes erlebt, wechselt ihr die Seite in der Hosentasche. So könnt ihr alles Wunderbare speichern und euch abends erinnern.“

Stefanie Schnitzler berichtet im Kurhaus Schömberg von ihrer schweren Arbeit als Clownin Fluse. Foto: Lena Knöller
Stefanie Schnitzler berichtet im Kurhaus Schömberg von ihrer schweren Arbeit als Clownin Fluse. Foto: Lena Knöller

Kleine Gesten wie diese gehören für die hauptberufliche Klinik-Clownin bei ihren Besuchen zum Alltag. Im Rahmen des Hospizabends im Kursaal in Schömberg, veranstaltet vom ortsansässigen Verein Menschen helfen Menschen (MhM), brachte sie den Interessierten den Sinn des zunächst paradox klingenden „Humors am Sterbebett“ näher.

„Sterben ist ein Prozess, der schon mit einer lebensverkürzenden Diagnose beginnt“, sagt Schnitzler und erzählt weiter: „Humor kann sehr hilfreich sein, um da durchzukommen.“ Doch ob Humor am Sterbebett stattfinde, entscheide der Sterbende, nicht der Clown. „Wenn jemand die Hand nach mir ausstreckt, gehe ich hin und nehme die Hand. Wendet sich jemand aber ab, respektiere ich das.“

Mehr dazu lesen Sie am Freitag, 9. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung“ Ausgabe Nordschwarzwald oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Lena Knöller