Schömberg
Schömberg -  10.06.2021
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Nach 16 Monaten Corona: Örtlicher Handel in Schömberg sieht wieder Licht

Schömberg. Einem Wechselbad der Gefühle gleich gekommen ist die erste Mitgliederversammlung des Schömberger Vereins für Tourismus Handel und Gewerbe (THG) nach nunmehr zwei Jahren. „Das große, alles beherrschende Thema in 2020 und 2021 ist die Corona-Pandemie“, eröffnete der alte und neue erste Vorsitzende des Vereins Christoph Eck mit einem Rückblick. So blieben Schömberger Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie insgesamt zehn Monate geschlossen. Messen entfielen und Videokonferenzen ersetzten Geschäftsreisen.

„Trotz Kompensationszahlungen des Staates mussten sich die Betriebe mit Krediten auf bis zu 20 Jahre verschulden“, rechnete er vor. Das alles habe schwerwiegende Auswirkungen – auch psychischer Art – auf Inhaber und Personal gehabt und werde mit großer Wahrscheinlichkeit noch lange nachwirken.Der alte und neue zweite Vorsitzende für den Handel, Udo Bertsch, meinte: „Die Politik hat keinen guten Job gemacht.“ Er kritisierte insbesondere, dass der Fachhandel wiederholt schließen musste. Die Hauptlast hätten die kleinen Unternehmen und ihre Arbeitnehmer getragen. Bertsch hofft, dass der Handel überlebt, und zeigte sich mit den ersten Verkaufsaktionen hochzufrieden. „Wir sind froh, dass wir so treue Kunden haben.“ Der Schömberger Modehändler hofft darauf, dass etwa die Regelungen rund um verkaufsoffene Sonntage in den kommenden Monaten flexibler gehandhabt werden, damit der Fachhandel aufholen könne.

Ein ganz anderes Bild als die Tourismus- und Handels-Vorsitzenden zeichnete der Gewerbe-Vorsitzendes Michael Wernecke. „Während ein Großteil der Menschen im Homeoffice war, hat bei uns das Telefon nicht mehr stillgestanden“, sagte er. Das Handwerk stoße inzwischen an seine Grenze, allerdings in umgekehrter Richtung. „Wir schaffen das nicht mehr lange“, sagte er. Auszubildende seien derzeit ebenso rar wie Material.

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Autor: Yvonne Dast-Kunadt