Schömberg
Schömberg -  06.10.2020
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Schömberg muss für Kita „Am Eulenbächle“ erneut mehr Geld freigeben: An dieser Stelle wird gespart

Schömberg. Der Umzug der Kindertagesstätte „Am Eulenbächle“ in Schömbergs „Neue Mitte“ direkt hinter den Edeka-Markt rückt immer näher (siehe Zusatztext). Zurück bleiben muss dabei ein Teil der Spielsachen und der Inneneinrichtung, was die aktuellen Gesamtkosten von 4,55 Millionen Euro um weitere 70 000 Euro in die Höhe treibt. Um das zu stemmen, werden andere Investitionen im Bildungs- und Sozialbereich auf Eis gelegt.

Der Neubau in der Brunnenstraße soll ab Ende Oktober mit Leben gefüllt werden. Sechs Gruppen und zusätzlich ein Familienzentrum (links) sind dort dann untergebracht. Foto: Moritz
Der Neubau in der Brunnenstraße soll ab Ende Oktober mit Leben gefüllt werden. Sechs Gruppen und zusätzlich ein Familienzentrum (links) sind dort dann untergebracht. Foto: Moritz

100 000 Euro waren ursprünglich für die lose Möblierung und die Einrichtung des Neubaus an der Brunnenstraße vorgesehen. Die nun zusätzlich nötigen 70 000 Euro rechtfertigt die Verwaltung so: Anders als ursprünglich angenommen, könne nur ein „sehr geringer Teil“ der Möbel und Spielsachen aus dem bisherigen Gebäude an der Talstraße mitgenommen werden. Zudem seien diese „mittlerweile in die Jahre gekommen“ und hätten ohnehin nach und nach ersetzt werden müssen.

Zudem müssten weitere Anschaffungen getätigt werden, um den Betrieb im neuen Domizil gut ausgestattet starten lassen zu können, argumentiert das Rathaus weiter. Größter Punkt ist dabei mit 20 000 Euro die Beschattung des Außenbereichs der Krippe, der auf einer Terrasse im oberen Stockwerk zu finden sein wird. Jeweils 10 000 Euro werden für ein neues Gartenhaus und neues Spielmaterial benötigt.

Die zusätzlichen Anschaffungen seien kein „Schnickschnack“, sondern solide Grundausstattung, so Hauptamtsleiterin Lea Miene. Um den Haushalt nicht zu überziehen, müssten andere Maßnahmen warten. Laut Vorlage der Verwaltung handelt es sich vor allem um bewegliches Vermögen für die Ludwig-Uhland-Schule, soziale Einrichtungen für Wohnungslose und Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung sowie Sportstätten. Neue Spielgeräte für Freizeitanlagen und Spielflächen im Wert von 30 000 Euro müssen ebenfalls zurückgestellt werden. Die Mittel dafür sollen dann im neuen Haushalt stehen, kündigte Bürgermeister Matthias Leyn an. Dafür muss aber der Gemeinderat grünes Licht geben.

Erst vor knapp einem Jahr musste das Gremium beim Kita-Neubau Mehrkosten von rund 550 000 Euro hinnehmen. Eine noch höhere Summe hatten die Mitglieder durch Einsparungen verhindert.

Mehr lesen Sie am 7. Oktober in der „Pforzheimer Zeitung“ Ausgabe Nordschwarzwald oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: kri