Schömberg
Schömberg -  21.11.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Ziegen und Rinder beseitigen Springkraut und Brennnesseln bei Schömberg

Schömberg/Unterreichenbach. Was wurde aus dem Eulenbachtal zwischen Schömberg und Unterreichenbach, nachdem dort Angusrinder, Ziegen und Schafe ein Jahr auf den Flächen geweidet haben? Vor Ort erläuterten die Landwirte Eckard Mönch und Tobias Rentschler den Vertretern der Gemeinden Schömberg und Unterreichenbach sowie des Landschaftspflegeverbandes die individuelle Situation.

Im Eulenbachtal ziehen Landwirte und kommunale Vertreter ein erstes positives Fazit zur Beweidung im Rahmen des Mindestflurkonzeptes. Foto: Gemeinde Schömberg
Im Eulenbachtal ziehen Landwirte und kommunale Vertreter ein erstes positives Fazit zur Beweidung im Rahmen des Mindestflurkonzeptes. Foto: Gemeinde Schömberg

Die Tiere waren im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie Baden-Württemberg unterwegs (PZ hat berichtet). Das Ziel: Die Sicherung und Entwicklung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung unter Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes. Von der Förderung und von den engagierten Landwirten profitiert die Mindestflurkonzeption im Eulenbachtal.

Demnach gilt es vor allem einer Überwucherung von indischem Springkraut, Brennnesseln oder Riesenbärenklau zu begegnen. Zwar könne mit höherem Weidedruck den Vorkommen Einhalt geboten werden, jedoch wären aufgrund der vergangenen unbeweideten Jahre starke Gewächse vorhanden, die mechanisch zu entfernen seien. In dieser Topografie vorhandene Steine und teilweise auch Mauern stehen indes maschinellem Einsatz entgegen. „Sind die Gebiete einmal bearbeitet, können wir einmal im Jahr mit Tieren beweiden und das Wachstum wird klein gehalten“, stellten die Landwirte in Aussicht.

Bei der Besichtigung der Flächen wurden offene Landschaftsräume für die kommunalen Vertreter denn auch sichtbar. Vor allem im Umfeld des Skiliftes war erkennbar, wie der Riesenbärenklau zurückgedrängt war. Schnell war sich die Arbeitsgruppe aus Schömberg und Unterreichenbach denn auch einig, dass zunächst keine neuen Flächen hinzukommen, gleichwohl die Beweidung der bisherigen intensiviert wird und eine mechanische Nachpflege das Ansinnen verstärken soll.

„In diesem Zusammenhang gilt unser Dank den Landwirten, dass sie die Beweidung übernehmen und wir werden das Mindestflurkonzept interkommunal weiter entfalten“, zogen Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn und sein Unterreichenbacher Amtskollege Carsten Lachenauer ihr Fazit. Ein erster Schritt sind Mehrjahresverträge für Mönch und Rentschler.

Autor: pm