104-jährige Waltraud Steinle wird Pforzheims erste Ehrenbürgerin
Pforzheim. Eine besondere Würdigung für ein außergewöhnliches Leben: Waltraud Steinle soll mit 104 Jahren als erste Frau seit dem Zweiten Weltkrieg zur Ehrenbürgerin der Stadt Pforzheim ernannt werden. Dies hat der Gemeinderat am Dienstag einstimmig beschlossen. Das Gremium folgte damit dem Vorschlag von Oberbürgermeister Peter Boch, den er zu ihrem Geburtstag Anfang März unterbreitet hatte.
Steinle ist die zehnte Person und zugleich die erste Frau nach dem Zweiten Weltkrieg, der diese höchste städtische Auszeichnung zuteilwird.
Jahrzehntelang beförderte sie gemeinsam mit ihrem Mann den Wildpark. Ewald Steinle war es, der in den 1960er-Jahren die Idee eines Pforzheimer Wildparks maßgeblich vorangetrieben hatte. Waltraud Steinle teilte die große Leidenschaft ihres Mannes. Gerade deshalb übernahm sie nach dessen Tod im Jahr 2006 zunehmend seine Rolle. 2014 gründete sie die „Ewald und Waltraud Steinle Stiftung“, 2025 konnte das neue Besucherzentrum eröffnet werden.
„Es ist absolut richtig und ein richtiges Zeichen, ihr das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Sie ist ein Vorbild für alle“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Renner. „Waltraud Steinle hat sich über Jahrzehnte hinweg in vorbildlicher Weise für unsere Stadt engagiert“, befand auch SPD-Stadtrat Kai Adam. „Waltraud Steinle bekommt diese Ehrung nicht verliehen, um eine Quote zu erfüllen, sondern für ihr jahrelanges Engagement und ihre beeindruckende Persönlichkeit“, betonte UB-Stadtrat Thomas Goßweiler für die Fraktion ZfP/UB/GfP. Der Antrag wurde mit 31 Ja-Stimmen angenommen.
