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Pforzheim -  04.03.2026
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25-jähriges Jubiläum mit einem Knalleffekt: Pforzheimer CityLauf führt nicht durch Enzauenpark

Pforzheim. Überraschungen haben es so an sich, dass sie – je nach Blickwinkel – positiv oder negativ daherkommen. Im Fall des SWP-CityLaufs wird sich spätestens nach dessen Beendigung am Freitagabend, 26. Juni zeigen, welche Art von Kracher das Großevent gezündet hat.

Wo gehts denn lang? Die Teilnehmer des CityLaufs müssen sich in diesem Jahr neu orientieren.
Wo gehts denn lang? Die Teilnehmer des CityLaufs müssen sich in diesem Jahr neu orientieren. Foto: Hennrich

Die Veranstaltung feiert ihren 25. Geburtstag und erhält dazu ein besonders Präsent. Nämlich eine neue Laufstrecke im Gebiet Wilferdinger Höhe. Konkret beim Gelände der TG 88 Pforzheim, direkt oberhalb der Sportplätze vom SV Kickers Pforzheim.

Aber Moment mal, da ist doch die Autobahn, oder? Ja, aber keine Angst, über die wird natürlich nicht gelaufen. Start- und Zielbereich befinden sich an der sogenannten Schlupwiese in der Heidenheimer Straße. Die 4,8 Kilometer lange Strecke führt dann zunächst südöstlich Richtung Tannhofer Weg.

Notwendig ist die Verlegung aufgrund einer Baumaßnahme im Enzauenpark. Auf der südlichen Flussuferseite gegenüber des Vicenza-Platzes bewegen sich seit Ende Herbst Bagger. Erdbewegungen, Bauzäune und Material machen dort den CityLauf unmöglich. Es entsteht ein neuer Skatepark, eine laut Stadt Pforzheim „Trendsportanlage für alle Generationen“, deren Fertigstellung für Sommer vorgesehen ist. Bleibt die Frage zurück, ob eine frühere Finalisierung dem CityLauf nicht doppelt zugute gekommen wäre – im Hinblick auf die Nutzung der bekannten Strecke plus gesteigerter Attraktivität des Enzauenpark-Geländes.

Wie auch immer: „Wir wissen, dass Organisation und Ablauf dieses Jahr richtig herausfordernd sind“, findet Tobias Oberwittler vom veranstaltenden Badischen Leichtathletik Verband (BLV). „Aber wir sind guter Dinge und werden dafür weiterhin arbeiten.“

Zu genau dieser Arbeit gehört unter anderem die Maßnahme, in Kürze die in besagtem Laufgebiet wohnende Bevölkerung mit Flyern im Briefkasten zu informieren – und damit auch um Zustimmung zu werben. „Die Anwohner könnten für die Stimmung eine wirklich eine bedeutende Rolle spielen“, findet Oberwittler.

Generell wisse man um die Schwierigkeiten, etwa auch in Bezug auf Parkmöglichkeiten. Aber einerseits sei das Veranstaltungsgebiet gut an das Netz des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs angebunden, im vergangenen Jahr fand an selber Stelle auch ein Musikfestival statt. „Wir sind zudem mit Firmen in diesem Gebiet im Austausch bezüglich einer eventuellen Nutzung ihrer Parkplätze am Veranstaltungstag.“

Die Organisatoren des CityLaufs haben die jetzige Streckenführung final Anfang Januar festgezurrt. „Wir sind diese bereits selbst abgelaufen, um so mögliche Fragestellungen direkt vor Ort lösen zu können.“ Wo müssen Streckenposten parat stehen? Wo sollten eventuell Straßenabschnitte gesichert werden? Ein weiterer Vor-Ort-Termin mit dem CityLauf-Namensgeber SWP (Stadtwerke Pforzheim) ergänzt die Antworten auf jene Fragestellungen.

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