Gemeinden der Region
Engelsbrand -  08.11.2021
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Aus dem Ratssaal Engelsbrand: Heftige Kritik an die Verwaltung

Engelsbrand: Netzdialog: Über Zahlen, Daten und Fakten hinsichtlich des Engelsbrander Stromnetzes informierte die NetzeBW. Deren Vertreter Willi Parstorfer wies zu Beginn seiner Ausführungen auf den mit der Gemeinde geschlossenen Vertrag bis ins Jahr 2027 hin. Die Stromversorgung Engelsbrands erfolge aus drei Netzpunkten, 27 Trafostationen würden betrieben. Die derzeitige Einspeisung beläuft sich auf 1,6 Millionen Kilowattstunden. Der Verbrauch der Gemeinde sei seit dem Jahr 2014 um zwölf Prozent gesunken, so Parstorfer. Der EnBW-Vertreter führte aus, dass man für aktuelle Maßnahmen 500 000 Euro investiere. Dazu gehöre auch, dass die restlichen Freileitungen auf den Dächern der Gemeinde bis in zwei Jahren abgebaut sein sollen. Auch die örtliche Feuerwehr profitiere seinen Ausführungen zufolge von den Aktivitäten seiner Firma, indem dieser eine Brandübungsanlage im Bereich Strom und Gas zur Verfügung gestellt würde. In der sich anschließenden Fragerunde galt das Interesse der Räte insbesondere der gesicherten Stromversorgung bei einer stetig steigenden Inbetriebnahme in den kommenden Jahren von privaten und öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Breitband: Voraussichtlich am 23. November dieses Jahres findet die nächste Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbands Breitbandversorgung statt. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung des Gemeinderats, erhält der Vertreter der Gemeinde Engelsbrand die Weisung, den dort zu fassenden Beschlüssen zuzustimmen.

Heftige Kritik, auch im Namen seiner Kollegen, äußerte ein Firmeninhaber im örtlichen Gewerbegebiet an der Verwaltung. Er wies darauf hin, bereits vor Monaten die seiner Meinung nach unerträglichen Zustände im Gewerbegebiet angesprochen zu haben, ohne dass die Verwaltung tätig geworden sei. Insbesondere kritisierte er die Durchfahrt- und Parksituation. Auch ist ihm schon länger das Deponieren von größeren Mengen Bauschutt ein Dorn im Auge, weshalb er jüngst der Gemeinde symbolisch eine Rechnung über das Reinigen seiner Fenster zukommen ließ. Bürgermeister Thomas Keller versprach, sich der Sache anzunehmen und die Situation bei der nächsten Engelsbrander Verkehrsschau des Landratsamts am 16. Dezember anzusprechen.

Autor: gb