Gemeinden der Region
Engelsbrand -  12.12.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Aus dem Ratssaal Engelsbrand: Neue Radwege, Glasfaserausbau und Diskussion über Biotopverbundplanung

Engelsbrand. Radweg: Einen Radweg entlang der Landesstraße 338 zu den geplanten neuen Einzelhandelsmärkten beim Bannholz soll es geben. Er wird gegenüber dem Bikepark verlaufen und soll Engelsbrand auf 280 Metern und auf einer Breite von 2,50 Metern mit den Märkten verbinden. Die Vereinbarung mit der Landesstraßenbauverwaltung soll nun die Gemeinde abschließen. Dafür hat sich der Gemeinderat ausgesprochen. Abstimmungsgespräche hat es Bürgermeister Thomas Keller zufolge im Vorfeld bereits mit dem Landratsamt sowie dem Regierungspräsidium Karlsruhe gegeben. Die erstmaligen Herstellungskosten für den Radweg trägt laut Vereinbarungsentwurf das Land.

Glasfaserausbau: Seit bald einem Jahr baut die BBV (Breibandversorgung Rhein-Neckar) in Engelsbrand mit allen Teilorten ein Glasfasernetz aus. Nach mehrfachen zeitlichen Verzögerungen und diversen Schwierigkeiten neigt sich das Projekt langsam dem Ende zu. „99 Prozent der Tiefbauarbeiten sind nun beendet“, sagte Bürgermeister Thomas Keller auf Nachfrage von SPD und Bürgerliste Engelsbrand-Gemeinderat Klaus Supper. Teilweise gebe es noch Teerarbeiten, und auch Glasfaser müsse an ein paar Stellen nachgeschossen werden. Zudem steht die Anbindung Grunbachs an das Backbone-Netz aus. Und in Salmbach sei die BBV nun wohl mit dem Zweckverband Breitbandausbau handelseinig geworden. Lebenswertes Engelsbrand-Gemeinderat Alexander Mekyska mahnte vor diesem Hintergrund eindringlich: „Jeder, der nun noch irgendetwas hat, muss sich dringend melden“, sagte er. Und zwar bevor alle Arbeiten abgeschlossen seien. Die Anliegen der Bürger werden Keller zufolge vom Rathaus gesammelt. „Wir sind eine zentrale Anlaufstelle“, sagte er. Sei es, dass Anschlüsse gänzlich vergessen wurden, dass die Glasfaser noch nicht eingeschossen sei oder es Probleme mit den Tiefbauarbeiten gegeben habe, nannte Keller einige Beispiele. Immerhin gebe es auch Positives zu vermelden: „Einige Kunden sind bereits am Netz“, so der Bürgermeister.

Netzwerk der Natur: Einstimmig hat sich der Gemeinderat Engelsbrand dafür ausgesprochen, eine Diskussionsgrundlage für das Thema Biotopverbundplanung zu schaffen. Die Gemeindeverwaltung wird nun mindestens drei Vergleichsangebote von Planungsbüros einholen, um dann zu entscheiden, ob sich Engelsbrand an der Biotopverbundplanung beteiligen wird. Seit Ende Juli ist landesgesetzlich verankert, dass der funktionale Biotopverband bis 2030 auf 15 Prozent Offenland der Landesfläche ausgebaut werden soll. Ziel eines solchen Biotopverbandes ist es, die Lebensräume von Tieren und Pflanzen miteinander zu vernetzen, so dass sie wandern und sich genetisch austauchen können. Biotopverbundpläne liefern konkrete Maßnahmenflächen zur Entwicklung eines räumlich funktionierenden Biotopverbundes. Alleine die Planungskosten einer Biotopverbundplanung sind zu 90 Prozent förderfähig. Die späteren Umsetzungsmaßnahmen zur Schaffung, Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen sowie die Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume sind bis zu 70 Prozent förderfähig. Die übrigen 30 Prozent der Maßnahmenkosten können für Ökopunkte genutzt werden.

Autor: kun