Bilanzsumme von 17,6 Milliarden: Sparkasse Pforzheim Calw steht für Stabilität in der Region
Pforzheim. Das größte kommunale Geldinstitut in Baden-Württemberg hat sich in schwierigem Umfeld gut behauptet und bleibt auf Wachstumskurs.
„Wir fühlen uns mit der Region verwurzelt, bieten weit mehr als Kredite und Zinsen. Wir sind der Kitt für die Gesellschaft“, machte Vorstandschef Sven Eisele am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Pforzheim Calw deutlich. Man sorge mit vielfältigen Aktivitäten dafür, dass die Region lebens- und liebenswert bleibe.
Die größte Sparkasse in Baden-Württemberg (Nummer sieben in Deutschland) zähle zu den größten Gewerbesteuerzahlern, versorge den Mittelstand zuverlässig mit Kapital und unterstütze zudem 1100 Projekte von Vereinen und sozialen Einrichtungen im Nordschwarzwald mit rund 2,7 Millionen Euro (2025).
Kreditvolumen gesteigert
Wirtschaftlich hat die Sparkasse Pforzheim Calw ihre führende Position in der Region weiter ausgebaut. Die Bilanzsumme stieg um 1,4 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 4,5 Prozent auf zwölf Milliarden Euro, wobei Baudarlehen um 36 Prozent stiegen. Der Jahresüberschuss beträgt erneut 15 Millionen Euro.
Mit 77 Geschäftsstellen (unverändert) und knapp 2000 Mitarbeitenden (plus 100) sei die Sparkasse eine flächendeckende Anlaufstelle mit persönlichen und digitalen Angeboten. Entscheidungen würden vor Ort getroffen – mit persönlicher Beratung und Kompetenz, betonte Eisele.
Besonders in herausforderenden Zeiten zeige sich die Bedeutung einer eigenständigen regionalen Finanzpartnerin wie der Sparkasse Pforzheim Calw. Es gehe dabei um eine langfristige Partnerschaft. Die aktuelle Firmenkundenbefragung zeige die hohe Zufriedenheit mit der Beratungsqualität und der persönlichen Betreuung. „Wir begleiten Unternehmen persönlich und finanzieren deren Investitionen vor Ort“, betonte Vorstandsmitglied Kerstin Gatzlaff. Auch im Bereich Edelmetalle biete man den Kunden umfassende Serviceangebote. Die Nachfrage nach Gold als wertstabiler Anlage bleibe hoch. Besonders beliebt sei das Goldkonto. Konkrete Angaben zu den gehandelten Mengen wollte das Geldinstitut nicht nennen. Im Blick auf den Millionen-Raub bei der Sparkasse Gelsenkirchen an Weihnachten 2025 verwies Eisele auf die verstärkte Risikovorsorge im Hause. Ein solcher Vorfall wie in Gelsenkirchen sei in der Goldstadt nicht möglich.
Wechsel im Vorstand
Nachdem Sven Eisele im Juli 2025 den Vorstandsvorsitzenden Hans Neuweiler abgelöst hatte, rückte Vincenzo Giuliano als Vorstandsmitglied für das Privatkundengeschäft im Oktober in das Gremium auf. Komplettiert wird das Führungsteam der Sparkasse Pforzheim Calw durch Kreditvorständin Kerstin Gatzlaff und Risikovorstand Georg Stickel.
Stickel verwies auf die verantwortungsvolle Risikosteuerung, um dabei IT-Abläufe zu optimieren. „Stabilität , Sicherheit und Risikosteuerung sind Grundlage unseres Geschäftes.“ Für Vincenzo Giuliano gewinnen neben klassischen Sparformen vor allem Wertpapiere an Attraktivität. Das Girokonto bilde die zentrale Plattform, wobei der Großteil auch online genutzt werde. Mit der Internetfiliale und der Sparkassen-App könnten Bankgeschäfte noch bequemer erledigt werden. Die Sparkasse Pforzheim Calw bleibe unterdessen der größte Immobilienhändler in der Region. 334 Objekte wurden im Vorjahr vermittelt.
