Pforzheimer Schmuckdesignerin Mira Kim erhält wichtige Auszeichnung
Pforzheim. Die Schmuckdesignerin Mira Kim hat den Herbert-Hofmann-Preis 2026 erhalten – eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen für Autorenschmuck. Die Preisträgerin verbindet in ihren Arbeiten auf außergewöhnliche Weise traditionelle Techniken wie Mokume-Gane und Guilloché und setzt damit neue Impulse in der zeitgenössischen Schmuckgestaltung. Enge Verbindungen nach Pforzheim spielen dabei eine zentrale Rolle in ihrer künstlerischen Entwicklung.
Kim ist ehemalige Research Fellow des Studiengangs Schmuck an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim sowie Stipendiatin des Programms „PF Revisited Berlin Artist Residency“ 2023. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, handwerkliche Techniken der Schmuckproduktion zu erhalten, wozu die Stipendiatin vier Monate lang im Deutschen Technikmuseum Berlin arbeiten durfte.
Außerdem nahm sie 2020 am internationalen Stipendienprogramm „Designers in Residence“ im EMMA-Kreativzentrum Pforzheim teil, das von der Stadt Pforzheim in Kooperation mit der Fakultät für Gestaltung und dem Design Center Baden-Württemberg ausgerichtet wird.
Während der Stipendien setzte sich Mira Kim intensiv mit der japanischen Schmiedetechnik Mokume-Gane und sowie der Guilloché-Gravur auseinander, eine im 19. Jahrhundert in Europa entwickelte Technik, die bis heute ihre Bedeutung bewahrt hat. Für ihren Schmuck hat Mira Kim die geschichteten Mokume-Gane-Metallbleche wiederholt mit der Guilloché-Maschine graviert, und anschließend diese Gravuren durch Abflachen dekonstruiert. Mithilfe präziser Berechnungen hat sie so gravierte Linien geschaffen, die konsistente Muster erzeugen – eine Spannung zwischen Struktur und Unvorhersehbarkeit.
