"Bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen": Darum kam es bei O2 in Pforzheim in den vergangenen Wochen immer wieder zu massiven Netzstörungen
Pforzheim. "Kein mobiler Datendienst. Vorübergehend von deinem Mobilfunkanbieter deaktiviert." Diese oder ähnliche Nachrichten dürften Kunden von O2 in Pforzheim in den vergangenen Tagen und Wochen des Öfteren auf ihrem Smartphone angezeigt bekommen haben.
Nachdem es bereits am 12. und 13. August zu Störungen im Netz des Telekommunikationsanbieters gekommen ist, waren am 20. August erneut etliche Menschen in der Goldstadt über mehrere Stunden offline, da sowohl das mobile Internet als auch der Empfang beim Telefonieren nur eingeschränkt funktionierten.
Grund für die zwischenzeitlichen, temporären Einschränkungen bei der mobilen Telefonie und Datennutzung am vergangenen Donnerstag waren notwendige Arbeiten an einem zentralen Netzknotenpunkt, wie Florian Streicher, Pressesprecher für das Netz und die Partnermarken (B2P) von Telefónica Deutschland, auf Nachfrage von PZ-news mitteilte.
Netzstörung führt zu langer Schlange vor O2-Shop am Leopoldplatz
Anders gestaltete es sich hingegen beim Netzausfall am 12. und 13. August, bei welchem neben dem Empfang beim Telefonieren ebenfalls auch das mobile Internet betroffen war. Damals war eine lokale Glasfaseranbindung für einen Teil der Mobilfunkstandorte durch Dritte (beispielsweise durch Bauarbeiten in der Stadt) beschädigt worden.
"Die Beeinträchtigungen lagen in diesem Fall leider außerhalb unseres Einflussbereichs. Unsere Netztechniker haben jedoch zusammen mit unseren Dienstleistern mit höchster Priorität daran gearbeitet, die gewohnt zuverlässige Versorgung für unsere O2-Mobilfunkkunden in Pforzheim schnellstmöglich wiederherzustellen", erklärte Streicher.
Damals hatte sich sogar vor dem O2-Shop am Leopoldplatz in der Pforzheimer Innenstadt eine lange Schlange gebildet, etliche Betroffene wendeten sich darüber hinaus an PZ-news mit der Bitte, der Ursache für das Netzproblem nachzugehen.
Kunden können Netzstörungen selbst abfragen
Dabei haben auch Kunden selbst die Möglichkeit, dieser auf den Grund zu gehen. Erste Anlaufstelle in einer solchen Situation ist laut Streicher die App sowie die offizielle Homepage von O2. Dort kann unter o2online.de/service/netzstoerung/ jederzeit mit einem Live Check geprüft werden, wie gut das Mobilfunknetz aktuell am jeweiligen Standort funktioniert oder ob es zu "netzseitigen Einschränkungen" kommt. Darüber hinaus können Nutzer dort auch selbst Störungen melden und werden im Anschluss daran per SMS mit regelmäßigen Updates zum Störungsverlauf auf dem Laufenden gehalten, bis diese wieder behoben ist.
Allerdings erwies sich dies im konkreten Fall des 20. Augusts als schwierig, da dort auch die Website des Telekommunikationsunternehmens zeitweise nicht zu erreichen war. Überhaupt dürfte sich für viele die Frage stellen, wie die Homepage im Falle eines Internetausfalls überhaupt erreicht werden soll.
In diesem Fall können User über die Kundenhotline mit einem Servicemitarbeiter in Kontakt treten. Dieser sollte im Zweifelsfall weiterhelfen können und bei geplanten Arbeiten am Mobilfunknetz sogar schon ein ungefähres Enddatum nennen können, heißt es hierzu von Seiten von O2.
O2 bittet Kunden um Entschuldigung
Generell würden die O2-Nutzer in Pforzheim allerdings ein sehr zuverlässiges und gut ausgebautes Netz nutzen. "Allein im vergangenen Jahr haben wir in Pforzheim rund 20 neue LTE-Sender für ein leistungsstärkeres Netz und höhere Surf-Geschwindigkeiten installiert", erklärte Streicher gegenüber PZ-news.
Diesen Ausbau treibe O2 auch weiter konsequent voran. Umso mehr bittet das Unternehmen "die durch die beiden kurzfristigen Einschränkungen entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen".
