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Lokalpolitik -  18.09.2019
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Bürger in Königsbach-Stein machen im Gemeinderat Druck

Königsbach-Stein. Die Bürger in Königsbach-Stein wollten Antworten von der Verwaltung – und stellten in der jüngsten Gemeinderatssitzung zahlreiche Fragen, teils mit großem Unmut.

Der Zustand des Königsbacher Marktplatzes wird kritisiert. Roller
Der Zustand des Königsbacher Marktplatzes wird kritisiert. Roller

Eine betraf den Sauerkirschbaum im Bereich der Brücke über den Mühlbach in Stein, der gefällt wurde. Bauhofleiter Stefan Giek erklärte, man habe befürchtet der Baum könnte die in dem Bereich laufende Baumaßnahme nicht überleben – auch, weil er schon länger starke Wunden gehabt habe. Er versprach: Wenn die Baumaßnahme erledigt sei, werde man den Baum ersetzen.

Günter Rapp sagte, dass im Fußweg zwischen Heimatmuseum und Burggraben Steine lose seien. Mit dem Rollator komme man kaum voran. Der Bauhof mache sich bei passender Witterung dran, erklärte Giek.

Zur „Rattenplage“ im Bereich der Königsbacher Ankerstraße regte ein Bürger an, man solle einen Hinweis veröffentlichen, dass Speiseabfälle nicht offen im Garten entsorgt werden dürften. Bürgermeister Heiko Genthner sagte, dass der Bauhof entsprechend der geltenden Vorgaben versuche, der Situation Herr zu werden.

Rainer Botz von der Bürgerinitiative (BIKS) fragte, ob die Stelle für die Schulsozialarbeit an Heynlin- und Johannes-Schoch-Schule wieder auf 100 Prozent erhöht und in diesem Zusammenhang schon Fördergelder beantragt wurden. Genthner sagte, die Stelle sei aktuell mit 62 Prozent besetzt. Dafür habe man auch einen Förderantrag gestellt. Der vor einer Weile aus der Mitte des Gemeinderats gekommene Antrag zur Aufstockung der Stelle wurde mehrheitlich abgelehnt. Deswegen habe man keine höheren Fördergelder beantragt.

Ein Bürger wollte wissen, ob man die „Gemeinderatssitzungsordnung“ so ändern könnte, dass Bürger Fragen zu auf der Tagesordnung stehenden Punkten stellen können. Genthner wies darauf hin, dass man als Einwohner prinzipiell immer den Kontakt zu den Gemeinderäten suchen könne, auch außerhalb der Sitzung.

Moniert wurde von Bürgernt auch, dass Sitzungsvorlagen nicht wie in einigen anderen Gemeinden vorab im Internet veröffentlicht würden.

Seit längerem ein Streitthema ist der Königsbacher Marktplatz. Der sei in desolatem Zustand, beklagte ein Bürger: Ständig würden schwere Lastwagen fahren, Pflastersteine würden hochstehen. Genthner sagte, die Pflastersteine entsprächen der Verkehrssicherungspflicht und man könne die Befahrung nicht ganz verbieten. Ein Bürger widersprach in Bezug auf die Pflastersteine. Die Verwaltung sei daran, zu klären, ob eine Sperrung des Platzes für den Verkehr am Wochenende möglich sei. Aus dem Rat kam der Vorschlag, den Marktplatz ins Sanierungsprogramm aufzunehmen.

Autor: rol