Der Frühling ist da – und mit ihm „Barbie Girl“ im Garten
Der Frühling ist da, was in gleich mehrfacher Hinsicht eine äußerst zufriedenstellende Nachricht ist. Zum einen ist es – auch dank der Uhrumstellung von vergangener Woche – abends endlich wieder heller. Und so können selbst jene, die in der Regel erst gegen 19 Uhr daheim sind, nun wieder im Tageslicht nach Hause fahren und dort sogar noch eine Weile auf der Terrasse oder dem Balkon entspannen. Die Nachricht ist aber auch deshalb erfreulich, weil sich bereits im vergangenen Jahr gezeigt hat, dass bei höheren Temperaturen und bei allgemein besserem Wetter auch die Corona-Situation leichter erträglich ist und nicht ganz so arg aufs Gemüt schlägt.
Eine Kolumne von PZ-Redakteur Maximilian Lutz
Dass Frühling ist, bemerken meine Frau und ich zudem noch an einem speziellen Gast in unserem Garten, den wir bislang zwar noch nie zu Gesicht bekommen haben, dessen Anwesenheit aber dennoch unverkennbar ist. Es handelt sich um einen Vogel, der frühmorgens mit dem Zwitschern anfängt – und entweder ein Kind der 90er ist (keine Ahnung, wie alt so ein Vogel werden kann) – oder aber zumindest die Musik von damals toll findet. Denn der Vogel – wir gehen davon aus, dass es ein Weibchen ist – trällert jeden Morgen eine Melodie, die mit dem Refrain des Hits Barbie Girl aus dem Jahr 1997 frappierende Ähnlichkeit aufweist. Auch Bekannten von uns und den Nachbarn ist der Piepmatz mit dem fragwürdigen Musikgeschmack bereits aufgefallen – allesamt waren wir allerdings lange am Rätseln, um was für einen Vogel es sich handelt.
Klar ist inzwischen: Der Barbie-Girl-Vogel scheint kein Einzelgänger zu sein. Wer im Internet nach dem Phänomen recherchiert, erkennt schnell, dass es noch weitere Vögel gibt, die offensichtlich eine Vorliebe für das Lied haben. In der Regel handelt es sich dabei um Amseln.
Über Ostern habe ich jetzt ein paar Tage Zeit. Vielleicht spiele ich unserem Vogel mal das ganze Lied vor. Dann muss er nicht immer nur den Refrain trällern.
