Gemeinden der Region
Pforzheim -  13.07.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Drei neue Corona-Fälle in Birkenfeld, einer in Pforzheim - aber nur eine neue genesene Person

Pforzheim/Enzkreis/Karlsruhe. Auch am Montag gab es wieder vier neue Corona-Infizierte im Bereich des Gesundheitsamts Enzkreis/Pforzheim und einen Fall im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Aus dem Landkreis Calw werden montags keine neuen Zahlen vom Wochenende gemeldet.

Birkenfelder Fälle ohne Bezug zu Müller Fleisch

So stammt eine neu infizierte Person aus Pforzheim, währen drei neue Fälle aus Birkenfeld kommen. Auf PZ-news-Anfrage im Landratsamt des Enzkreises stellt Pressesprecherin Sabine Burkard klar, dass die drei neuen Fälle nichts mit dem großen Birkenfelder Schlachtbetrieb Müller Fleisch zu tun haben, bei dem über 400 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert wurden. Es handele sich um eine Familie, die keine Bezüge zu Müller Fleisch habe.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Nach dem positiven Corona-Test eines Schülers an der Insel-Realschule in Pforzheim sind die Testergebnisse der 13 Kontaktpersonen (elf Schüler und zwei Lehrer) alle negativ gewesen. Aber wie zum Beispiel die Corona-Fälle an der Beruflichen Schule in Mühlacker aus der vergangenen Woche zeigen, ist die Ansteckungsgefahr immer noch hoch. Kritisch wird es dann, wenn das Virus an Menschen weitergegeben wird, die ein schwaches Immunsystem oder spezielle Vorerkrankungen haben. Dann kann der Ausbruch einer Covid-19-Erkrankung schnell zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Insbesondere für Senioren kann diese Krankheit sogar lebensbedrohlich werden.

Bei den Todesfällen in der Region hat sich zum Glück seit Tagen nichts geändert. In Pforzheim bleibt es bei acht, im Enzkreis bei 21, im Kreis Calw bei 31 und im Stadt- und Landkreis Karlsruhe bei 95 Todesfällen in Verbindung mit dem Coronavirus.

Mehr neue Infizierte als genesene Personen

In den vergangenen Tagen wie auch an diesem Montag wurden in Pforzheim und im Enzkreis zumeist mehr neue Infizierte als genesene Personen gemeldet. Pforzheim hat nun 464 Corona-Fälle (+1) und 442 Genesene (+1). Abzüglich der acht Todesfälle verbleiben noch 14 akut Infizierte. Nur noch neun Akut-Fälle gibt es im Enzkreis, der 653 Corona-Fälle (+3), 623 Genesene (+0) und 21 Corona-Todesfälle hat. Besser sieht am Montag die Bilanz Infizierte/Genesene im Stadt- und Landkreis Karlsruhe aus. Den insgesamt 1549 Corona-Infektionen (+1) stehen nun 1397 Genesene gegenüber, das ist ein Plus von elf Personen, die nicht mehr als infiziert gelten. Das verringert die Akut-Fälle auf 57 Personen.

Wert für Pforzheim und Enzkreis bei 7-Tage-Inzidenz angestiegen

Dass es wieder etwas anzieht bei den Neuinfektionen zeigt sich auch in der sogenannten 7-Tage-Inzidenz. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen es innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnern gab. Hier liegen sowohl Pforzheim als auch der Enzkreis weiterhin unter dem gefährlichen Schwellenwert von 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Wird der überschritten, können zunächst lokale Gegenmaßnahmen ergriffen und Schutzmaßnahmen gezielt verschärft werden. Der Schwellenwert für Pforzheim liegt bei 63, für den Enzkreis bei 99. Pforzheim liegt aktuell bei 10, der Enzkreis bei 8.

Es gibt keinen neuen Corona-Toten in Baden-Württemberg

Am Montag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 70 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Diese Zahl umfasst die Meldungen von Samstag, Sonntag und Montag. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 36.121 an. Davon sind ungefähr 33.732 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 552 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert.

Dem Landesgesundheitsamt wurde am Montag kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach beträgt die Zahl der Todesfälle weiterhin insgesamt 1.837.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,85 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

Mit dem Beschluss zwischen Bund und Ländern zu Maßnahmen der Eindämmung der COVID-19-Epidemie vom 6. Mai 2020 wurde die 7-Tage-Inzidenz als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens und entsprechender Kontrollmaßnahmen festgelegt. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und liegt für Baden-Württemberg aktuell im Durchschnitt bei 1,9.

Autor: Thomas Kurtz