Gemeinden der Region
Enzkreis -  16.04.2021
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Kontaktverfolgung: Software Sormas bald auch in der Region im Einsatz

Enzkreis/Pforzheim. Bund und Ländern hatten angestrebt, bis Ende Februar eine einheitliche Software „Sormas“ zur Corona-Kontaktnachverfolgung einzusetzen. In Pforzheim und im Enzkreis wird sie bisher noch nicht eingesetzt. Das soll sich aber ändern.

"Sormas"
Mti dem Kontaktpersonen-Management-System Sormas (Surveillance and Outbreak Response Management System) will auch bald das Gesundheitsamt des Enzkreises arbeiten.

Dieser Plan war jedoch bei Gesundheitsämtern auf wenig Akzeptanz gestoßen. Ende Januar hatte der Deutsche Landkreistag in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt: „Wir halten das Ziel einer flächendeckenden Einführung deshalb weder für erstrebenswert, noch derzeit erreichbar.“

Noch immer ist Sormas nicht überall im Einsatz, auch das Gesundheitsamt für Pforzheim und den Enzkreis nutzt die Software bislang nicht. Das soll sich nun aber ändern. Bis vor einer Woche sei die Schnittstelle zur Meldesoftware „Survnet“ nicht freigegeben gewesen, so dass ein Umstieg keine Vorteile erbracht hätte, erklärt Amtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst auf Anfrage der PZ.

Nun sind die Voraussetzungen andere. „Sobald die Fallzahlen es zulassen, werden wir umsteigen“, so Joggerst. Die Daten seien zum Export bereit, ein Teil der Mitarbeiter bereits geschult. Die Umstellung werde einen, eher zwei Tage dauern, in denen nicht gearbeitet werden könne. „Und dann ist in den ersten Tagen bis Wochen vermehrt mit Fehlern zu rechnen, so zumindest die Auskunft aus Ämtern, die umgestiegen sind“, heißt es aus dem Landratsamt. „Das können wir uns jetzt in der heißen Phase nicht leisten.“

Autor: bel