Gemeinden der Region
Dobel -  06.09.2020
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Markt in Dobel unter Eigenregie der Verwaltung: Markierungen weisen Weg zu regionalen Waren

Dobel. „Es war eine mutige Entscheidung, da in der Region sämtliche Märkte abgesagt wurden“, erklärte der Dobler Bürgermeister Christoph Schaack. Mit dem Gaumenfreudenmarkt reagierte die Kurverwaltung auf die Absage der Naturpark-Märkte und veranstaltete unter Eigenregie einen Markt. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, aber wir wollten eine Veranstaltung im Rahmen eines Wochenmarktes umsetzen“, so Anuschka Pfeiffer von der Dobler Kurverwaltung und Tourismusbüro.

Auf Abstand und mit Mundschutz: Das Interesse an den regionalen Produkten auf dem Dobler Markt ist ungebremst. Foto: Meister
Auf Abstand und mit Mundschutz: Das Interesse an den regionalen Produkten auf dem Dobler Markt ist ungebremst. Foto: Meister

Anders als sonst müssen die Besucher am Eingang ein Registrierungsformular ausfüllen und bekommen eine Nummer, die am Ausgang wieder abgegeben werden muss. „So können wir sicherstellen, dass sich nicht mehr als 100 Personen auf dem Gelände aufhalten“, erklärt Pfeiffer.

Markierungen weisen den Weg, dass die Stände nur im Einbahnstraßensystem erreicht werden können. Weitere Hinweisschilder machen auf das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung bei Unterschreitung des Mindestabstands und die Abstandsregeln hin. 25 Stände bieten auf dem Gaumenfreudenmarkt regionale Produkte an. „Ich freue mich einfach hier zu stehen und verkaufen zu können“, so Michael Hlinetzky. Erstmals seit Corona kann er seine Käseprodukte auf einem Markt zum Kauf anbieten. „Für die Beschicker ist es seit März eine schwierige Zeit“, gibt er zu. Für seinen Stand hat er wegen Corona eigens einen Glasschutz anfertigen lassen. Edith Kull ist die Freude im Gesicht anzusehen. Wie viele andere hat sie in diesem Jahr nicht mehr an einen Markt geglaubt. „Für mich als Doblerin ist es selbstverständlich teilzunehmen“, so Kull.

„Es ist notwendig, solch ein Konzept auszuprobieren“, meint Eckhard Mönch von der Kapfenhardter Mühle. Er kann die Ängste der Menschen und Veranstalter verstehen und spricht sich deshalb dafür aus, dass solch Märkte in Maßen stattfinden. Ekaterina Rakebrandt vom Beeren-Engel hat noch bis Freitag an eine Absage des Marktes geglaubt. Desto schöner sei es, dass sie ihre Marmeladen aus selbst gepflückten Früchten präsentieren kann.

Kurverwaltung gibt Regeln vor

Trotz der Corona-Beschränkungen auf dem Markt zeigen sich die Besucher wenig zurückhaltend. „Für uns ist es seit langer Zeit der erste Markt und deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir hier sind“, erklärt Helga Kern aus Karlsbad. Laut ihr habe die Kurverwaltung für die notwendigen Regeln gesorgt und daher sei die Angst vor Corona gering. „Die Leute halten sich an die Vorschriften und tragen notfalls eine Maske“, stimmen Peter und Lisa Klein aus Straubenhardt ein. Anuschka Pfeiffer sprach am Nachmittag von einem reibungslosen Ablauf.

Autor: Stefan Meister