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Pforzheim -  16.04.2021
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Nach Schlägen in JVA Heimsheim: Mann bleibt im Gefängnis

Pforzheim/Heimsheim. Das Vorstrafenregister des angeklagten 26-jährigen Mannes ist lang und beginnt mit seiner Ankunft 2014 in Deutschland. Seitdem wird der Syrer immer wieder straffällig: Diebstahl, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzung. Seine Haftstrafe wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Körperverletzung wäre am 3. März nach drei Jahren abgegolten. Doch dann ereignet sich der Vorfall in Heimsheim.

In der JVA Heimsheim ging der 26-jährige Syrer auf Beamte los. Foto: Meyer
In der JVA Heimsheim ging der 26-jährige Syrer auf Beamte los. Foto: Meyer

Bereits 2020 steht der 26-Jährige vor Gericht. 2019 geht er auf zwei Beamten der Vollzugsanstalt los, nachdem diese ihm verweigert haben, den Tabak-Schrank aufzuschließen. Dabei soll er einem Beamten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Am Ende der Verhandlung 2020 verurteilt ihn das Amtsgericht Pforzheim zu einem Jahr Haft.

Nun hat Diana Schick das Wort, die Vorsitzende der Auswärtigen Kleinen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe. Der 26-Jährige hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Während der Verhandlung versucht Schick, dem Angeklagten klarzumachen, dass sich aufgrund der Aussichtslosigkeit seines Falles durch die Berufung nur alles in die Länge ziehe. Einen Monat der Strafe habe er bereits durch das Warten auf die Verhandlung abgesessen.

Nun würden noch elf fehlen, und er wäre frei, so Schick. Beharre er auf seiner Berufung, könnte die Zeit im Gefängnis länger werden, als die elf Monate Haftstrafe dauern. Denn: In der Zeit zwischen den Verhandlungen würde der Angeklagte nicht aus dem Gefängnis entlassen werden. Kurz nach dieser Erklärung und Beratung mit seinem Mandanten zieht Verteidiger Uwe Oehler die Berufung zurück.

Autor: lem