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Pforzheim -  19.09.2026
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Neue Realschule für 172 Schüler in Pforzheim: So geht es auf der Großbaustelle neben dem Wichernhaus voran

Pforzheim. Vierstöckig soll der neue Schulbau an der Westlichen werden. Dort, wo früher das Hermann-Maas-Haus stand, wächst der Rohbau Stockwerk um Stockwerk in die Höhe. Daneben erscheint das sanierungsbedürftige Wichernhaus, eine Obdachloseneinrichtung der Stadtmission, winzig.

Wichernhaus Baustelle Westliche
Die Baustelle für die neue Ingeborg-Herrmann-Schule lässt das Wichernhaus an der Westlichen klein erscheinen. Foto: Röhr

Großes hat die Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden mit der Ingeborg-Herrmann-Realschule vor, erklärt Vorstandsvorsitzende Friederike Heidland auf PZ-Anfrage. Geplant ist ein abgetrepptes Gebäude mit zwölf Klassenzimmern und weiteren Räumen für die Klassen fünf bis zehn. Bezugstermin ist im April 2028.

Jetzt könne nach dem Auszug der Kita Pestalozzistraße und dem Einzug in die Maxi das Kitagebäude abgebrochen werden, erklärt sie. Dies werde nach der Entkernung im Spätjahr erfolgen. Das Projektteam sei gerade intensiv mit den Ausschreibungen für die Ausbaugewerke beschäftigt, die nun nach und nach ausgeschrieben und vergeben würden. Das in Erbpacht befindliche Gelände grenzt an das 40 Jahre alte Wichernhaus an der Westlichen und ist seitlich notdürftig gegen die Baustelle gesichert.

Geschäftsführerin Jutta Arndt arbeitet derweil für das Wichernhaus an einem neuen Konzept und hofft – um es umsetzen zu können – auch auf andere Räumlichkeiten. „Das Haus war von der Abbruchmaßnahme des Hermann-Maas-Hauses tangiert, es gab auch kleinere Erschütterungsschäden im Inneren“, erklärt Heidland. Ganz ohne Störungen könne ein solch größeres Bauvorhaben für die Nachbarschaft nicht bleiben. Jutta Arndt ergänzt: „Wir haben Fließen, die von der Wand gefallen sind und einige Risse in den Wänden. Am schlimmsten war der Abrisslärm und die Erschütterungen für unsere Bewohner und die Sozialarbeiter, die Flaschen fielen um auf den Tischen. Und wahrscheinlich geht es noch mal los, wenn der Kindergarten auch noch abgerissen werden wird.“

Umzug nötig

Vor dreieinhalb Jahren war die private Realschule im Hermann-Maas-Haus mit wenigen Schülern an den Start gegangen. Im Jahr 2025 platzte die Einrichtung der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden aus allen Nähten – und zog in ein Provisorium an der Maximilianstraße 46 um. Es gab damals eine fünfte, sechste und siebte Klasse.

Der Umzug war nötig, weil der Betrieb in der ehemaligen Pforzheimer Diakoniezentrale ursprünglich lediglich für drei Klassen genehmigt worden war. Die Diakonie wiederum hatte das Hermann-Maas-Haus vor einigen Jahren für das zentral gelegene, neu gebaute Haus der Evangelischen Kirche aufgegeben.

Vor zweieinhalb Jahren sind die damals über 80 Schülerinnen und Schüler der Ingeborg-Herrmann-Schule deshalb provisorisch an der Maximilianstraße 46 untergekommen. Ab Mitte September werden laut Heidland neun Klassen mit insgesamt 172 Schülerinnen und Schülern an der Schule sein. Bis zum Umzug im Jahr 2028 soll die Schule im Provisorium untergebracht bleiben.

Rund 13 Millionen Euro an Kosten für den Neubau gehen auf die großzügige Unterstützung des Unternehmerehepaars Ingeborg und Walter Herrmann zurück. Der Grund: Ihm liege eine gute Schulbildung besonders am Herzen, da diese für den individuellen Lebensweg eine besondere Bedeutung hat.

Es wird Infoveranstaltungen geben am 25. November und 13. Januar jeweils um 19 Uhr. Die Veranstaltungen finden am derzeitigen Standort in der Maximilianstraße 46 statt.

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