PZ-Redakteurin Anna Wittmershaus: Das Spiel wird in die Geschichte eingehen
Pforzheim. Ohne Frage, das Spiel von Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg wird in die Geschichte eingehen. Zum ersten Mal in der Historie der Fußball-Bundesliga der Männer steht dann eine Frau als Trainerin an der Seitenlinie. Da droht das sportliche Geschehen fast zur Nebensache zu werden. Alle Augen werden auf Marie-Louise Eta gerichtet sein. Wie wird sie sich schlagen? Was wird sie anders machen als ihre männlichen Kollegen?
Klar, es ist ein starkes Zeichen von Union, auf eine Frau zu setzen, und es ist wünschenswert, dass sie Erfolg hat. Allerdings muss man sich auch fragen, ob Eta den Job auch bekommen hätte, wenn nicht kurzfristig ein Nachfolger für Steffen Baumgart hätte gefunden werden müssen. In ihrem Fall scheint klar, dass sie kommende Runde schon einen anderen Job hat, aber wäre es nicht dennoch im Jahr 2026 an der Zeit, eine Frau als langfristige Lösung an der Seitenlinie zu sehen und nicht nur als Übergangslösung bis zum Saison-ende?
