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Pforzheim -  18.03.2026
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Pfefferspray-Angriff auf Pforzheimer Kontrolleure: Ein Tatverdächtiger festgenommen, der andere nicht auffindbar

Pforzheim. Fahndungserfolg: Am Mittwochmorgen haben Pforzheimer Polizisten einen 17-jährigen Verdächtigen festgenommen, der am Angriff auf die Fahrschein-Kontrolleure am vergangenen Freitag beteiligt gewesen sein soll. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich bundesweit und entfachte eine Debatte über die Sicherheit von Personal in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

In dem Video sieht man, wie ein Security-Mitarbeiter versucht, einen Mann festzuhalten. Dieser versucht zu flüchten und wehrt sich gewaltsam.
In dem Video sieht man, wie ein Security-Mitarbeiter versucht, einen Mann festzuhalten. Dieser versucht zu flüchten und wehrt sich gewaltsam. Foto: Privat (Screenshot)

Beide Angreifer, die auf dem Video des Vorfalls zu sehen sind und die ein Fahrgast gefilmt hat, habe die Polizei laut eigenen Angaben mittlerweile identifiziert. Dem jetzt festgenommenen 17-Jährigen wird zur Last gelegt, die beiden Fahrkartenkontrolleure mit Pfefferspray attackiert zu haben, um dem zweiten Tatverdächtigen die Flucht zu ermöglichen. Beim zweiten Täter soll es sich um einen 19-jährigen Rumänen handeln, der weiterhin auf der Flucht ist. Bereits am Montag berichteten die angegriffenen Kontrolleure, dass sie von einem rumänischen Täter ausgehen und die vermeintlichen Instagram-Accounts der mutmaßlichen Täter an die Polizei weitergeleitet haben. 

Mit dem Angriff wollten die Täter wie vermutet der 60-Euro-Strafe wegen Fahrens ohne Tickets entgehen. 

Am Mittwochnachmittag führte die Polizei den 17-Jährigen dem Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vor. Der Richter erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung sowie wegen Fluchtgefahr. Der Verdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Neben dem Angriff mit Pfefferspray wurde einer der Kontrolleure mehrfach gegen den Kopf geschlagen.

Wie die drei beteiligten Kontrolleure Mustaqeem, Suheda und Zedran die gefährliche Situation erlebten, haben sie PZ-news erzählt - und auch, dass es nicht der erste Angriff in ihrem Berufsalltag war. 

Autor: pol