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Pforzheim -  06.10.2022
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Pforzheim setzt trotz Energiekrise auf Lichterglanz im Advent

Pforzheim. Andere Kommunen haben bereits strenge Sparregeln für den Advent erlassen. Pforzheim dagegen ringt um möglichst stimmungsvollen Lichterglanz. Wie der städtische Sprecher Philip Mukherjee auf PZ-Nachfrage betont, werden der Weihnachtsmarkt, die neue Winterwelt und der Mittelaltermarkt „in ein Beleuchtungskonzept eingebettet sein“.

Goldener Weihnachtsmarkt Tag 2
Funkeln soll Pforzheim in der Vorweihnachtszeit. „Die Menschen brauchen einen Lichtblick“, sagt der städtische Sprecher Philip Mukherjee. Foto: Meyer

Ziel sei es, „der kalten und dunklen Winterzeit zum Trotz ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung und Atmosphäre“ aufkommen zu lassen. „In schweren Zeiten wie diesen ist es wichtig, etwas für das Gemeinschaftsgefühl in einer Stadtgesellschaft zu tun – die Menschen brauchen einen Lichtblick“, bekräftigt Mukherjee, um zu ergänzen: „Dennoch wollen und müssen wir gleichzeitig der augenblicklich schwierigen Energiesituation infolge des Ukrainekriegs Rechnung tragen.“

Sparsamere „Winterwelt“

Die Planungen dazu, wie das zusammenzubringen sei, liefen noch. „Natürlich werden wir aber beständig die Situation reflektieren und gegebenenfalls schnell und kurzfristig reagieren.“

Falls erforderlich, werde die Marktverwaltung mit den Beschickern des Weihnachtsmarkts Gespräche darüber führen, welche Einsparungen an den verschiedenen Ständen möglich sind.

Gerade bei der neuen „Pforzheimer Winterwelt“ am Waisenhausplatz sei es in der Nachfolge von „City on Ice“ auf dem Marktplatz als „energieintensives Format“ ein wesentliches Ziel gewesen, den Verbrauch von Energie und Wasser deutlich zu reduzieren. Durch den Wechsel von Kunsteis auf Kunststoff entfielen nicht nur die umfassenden Kühlaggregate früherer Jahre, sondern auch die für die Eisproduktion erforderlichen Wassermengen.

Bei der Gastronomie beinhaltet die Konzession für das große Blockhaus eine gedeckelte Stromkapazität, die bei etwa 60 Prozent vom früheren „Goldis Stadl“ liege. Ein verringerter Ressourcenverbrauch durch effizientere Geräte werde also auch hier gegeben sein. Und die in Holzbauweise errichtete Hütte werde im Vergleich zum Leichtbau des „Stadls“ deutlich besser isoliert sein und den Wärmeverlust wesentlich reduzieren.

Generell erinnert Mukherjee an die bereits beschlossenen, umfangreichen Energiesparmaßnahmen für die Stadt (die PZ berichtete), die nun „konsequent umzusetzen“ seien.

Autor: erb