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Pforzheim -  28.09.2026
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Pforzheimer Gemeinderat muss bittere Pille schlucken: Drei Millionen Euro mehr für Sanierung des Nagoldfreibads beschlossen

Pforzheim. Offenbar hat der nichtöffentliche Ortstermin im Vorfeld etwaige Zweifel ausgeräumt. Beide zuständigen Fachausschüsse haben am Montagabend bei je nur einer Enthaltung empfohlen, weitere drei Millionen Euro für die Sanierung des Nagoldfreibads bereitzustellen. Verbunden waren die Voten mit der klaren Botschaft, dass man nun keine weiteren bösen Überraschungen erleben möchte.

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Das Kinderbecken wurde schon zuvor überbaut, wie erst während der Bauarbeiten festgestellt wurde. Deshalb war der Aushub deutlich aufwendiger. Foto: Röhr

Wie berichtet, waren für die Sanierung zunächst rund neun Millionen Euro angesetzt, inzwischen geht man von gut zwölf Millionen Euro aus. „Wie treffsicher sind nun die detaillierten Kosten?“, wollte Michael Schwarz (FWP) wissen. Der Erste Bürgermeister Dirk Büscher bekräftigte: „Ich hoffe, dass die jetzt genannte Zahl auch zutreffend ist.“ Gerold Haas vom Bauatelier freie Architekten Haas und Hiesch nährte diese Hoffnung. Zwar sei noch nicht alles abgeschlossen. „Aber die größten Schwierigkeiten dürften ausgeräumt sein.“ Das Risikopotenzial sei „ein relativ geringes“ und dürfte „ganz wenige Prozent“ betragen.

Im Gremium wurde Verständnis laut. Häufig komme es bei Anlagen mit solch alten Baustrukturen zu unvorhersehbaren Komplikationen, gab Jörg Augenstein (CDU) zu bedenken. Mauern, die nicht richtig befestigt waren. Ein Kinderbecken, unter dem man ein früheres Planschbecken fand. „Keiner konnte davon wissen“, so Augenstein. Ähnliches könne auch bei der großen Umgestaltung des Bads auf dem Wartberg dräuen. So oder so: Der Gemeinderat habe sich festgelegt, Pforzheims Wasserflächen wieder intakt zu setzen, warb der CDU-Stadtrat für ein konsequentes Festhalten an dieser Linie.

Aus den Fachausschüssen

  • Für eine Klage gegen den Entsorger Alba hat sich der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen einstimmig ausgesprochen. Wie berichtet, zahlt dieser nach Einschätzung des Rechtsamts eine zu geringe Vergütung fürs Verwerten von Altpapier. 80.000 ausstehende Euro seien so bislang aufgelaufen. „Das ist das Geld unserer Bürger, deshalb klagen wir es jetzt ein“, so Jürgen Förschler, Leiter der Technischen Dienste.
  • Um verkaufsoffene Sonntage hatte es schon ein knapperes Ringen gegeben, woran auch der Erste Bürgermeister Dirk Büscher erinnerte. Dieses Mal gab es ein einhelliges Votum bei nur einer Enthaltung von Michael Schwarz (FWP). In der City sind das „Wirtschaftswunder“ auf den 18. April 2027 und das „Herbstglühen“ auf den 17. Oktober terminiert. Brötzingen soll am 11. April beim Frühlingsfest verkaufsoffen sein und am 14. November beim Martini-Markt. Ordnungsamt-Abteilungsleiterin Martina Dann vermeldete den Zuspruch der Evangelischen Kirche – verbunden mit der Bitte, solche sonntäglichen Shoppingevents nicht weiter auszudehnen. Jörg Augenstein stellte in Aussicht, dass die CDU dieses Mal auch im Gemeinderat einheitlich zustimmen werde. Zugleich beantragte er, 2027 nicht wieder parallel zur Pforzemer Mess ein mit städtischen Geldern befördertes Event wie das „Schlosspark Open“ anzusetzen.
  • Nach den Querelen um die Kfz-Zulassungsstelle gab es nun Lob. „Hier hat sich das Blatt um 180 Grad gewendet“, so Thomas Goßweiler (UB): „Problemlose Terminvergabe, keine Wartezeit, superfreundliche Mitarbeiter.“ Büscher habe sich hierfür „wahnsinnig ins Zeug gelegt“, urteilte Hans-Joachim Hägele (FWV). Der Erste Bürgermeister betonte: „Die Damen und Herren machen da draußen einen guten Job.“

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