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Pforzheim -  18.10.2026
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Pforzheimer Zonta-Flohmarkt bietet gebrauchte Schnäppchen: Günstiges für den guten Zweck

Pforzheim. An einem gewöhnlichen Samstagvormittag würde das RoWi-Quartier an der Bleichstraße wahrscheinlich im Dornröschenschlaf liegen. Wachgeküsst wurde es am vergangenen Samstag durch den jährlichen Flohmarkt des ZONTA-Clubs. In den Räumen des Internationalen Bundes, die auf der kompletten Etage den fast quadratischen Innenhof umschließen, bietet sich auf knapp 2000 Quadratmetern viel Platz zum Kauf schöner und nützlicher Dinge, also Möglichkeiten für Schnäppchen im Quadrat.

Präsidentin Astrid Diel, Sabrina Könne, Liane Bley, Renate Schöler, Brigitte Prutner, Susanne Wendlberger und Ute Vogel (von links) haben zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern den diesjährigen Flohmarkt auf die Beine gestellt.
Präsidentin Astrid Diel, Sabrina Könne, Liane Bley, Renate Schöler, Brigitte Prutner, Susanne Wendlberger und Ute Vogel (von links) haben zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern den diesjährigen Flohmarkt auf die Beine gestellt. Foto: Thomas Sommer

Bereits im Treppenhaus ist ganz schön viel Trubel, der Aufzug leistet Überstunden, um die Kaufinteressenten in den vierten Stock zu bringen, die Sportlichen nehmen die Treppe auf dem Weg ins Verkaufsparadies. „Wir haben nahezu alles im Angebot, außer Möbeln. Es gibt Geschirr, es gibt Gläser, Kleidungsstücke oder Antiquitäten, Schuhe, Taschen und Sportzubehör. Das sind alles Dinge, die uns gespendet wurden“, erzählt Sabrina Könne.

Beim Schlendern über die Gänge stellt man fest, dass Weihnachten wie jedes Jahr wieder total überraschend kommen wird. Gut also, dass es einen kompletten Raum mit Dekoartikeln und sonstigem Zubehör gibt. Daneben warten Antiquitäten auf einen neuen Besitzer, Spiele, Musik und Filme auf Datenträgern für die Freunde der Vor-Streaming-Ära stehen ebenfalls bereit. Die kleine blaue Vase wechselt für fünf Euro die Besitzerin. Im Kaufpreis enthalten ist das sorgsame Einpacken in Papier, um das zerbrechliche Porzellan auf dem Weg in sein neues zu Hause sicher ankommen zu lassen. So manche Design-Studenten huschen über die Gänge, um das eine oder andere modische Highlight der letzten Jahrzehnte zu erstehen, und neu kombiniert in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Ein kleines Quartiersfest

Auf den bunten Bänken im Foyer, oder besser: dem großen Schuhbasar, haben zahlreiche potenzielle Käufer Platz genommen, der Schuhlöffel macht die Runde. Zum neuen Schuhwerk ist die passende Einlegesohle oder die Schuhcreme zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Das Ganze ist auch ein kleines Quartiersfest, ein freudiges Hallo hier, eine herzliche Umarmung dort, eine kleine Pause in der Cafeteria zum Plausch runden den Besuch ab.

„Man kann schauen, man kann kaufen. Ich bin schon sieben Jahre mit dabei. Schön, dass es hier ist“, sagt Stammbesucherin Rebecca Renger, die mit ihrer Mutter unterwegs ist und bereits zwei Kleider und eine Jacke gefunden hat, und „Mama hat eine Handtasche bekommen.“

Hilfe bei zahlreichen Projekten

Die eingenommenen Gelder fließen in die Kasse des Clubs und finanzieren Projekte aller Art. Bei der Mitgliederversammlung im Mai fällt dann die Entscheidung, wie der Flohmarkt-Erlös eingesetzt wird.