Rechtsstreit: Ex-Chef Herbert Marquard und Stadtwerke Pforzheim einigen sich
Pforzheim. Der Rechtsstreit zwischen dem langjährigen Geschäftsführer der Stadtwerke Pforzheim (SWP), Herbert Marquard, und dem Aufsichtsrat ist nach PZ-Informationen beigelegt. Beide Seiten haben sich auf einen Vergleich geeinigt.
Über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Weder der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Peter Boch, noch Marquard wollten sich gegenüber der PZ äußern. Beide verwiesen auf eine Pressemitteilung, die am Montag folge.
Es geht dabei um die einbehaltenen Tantiemen für Marquard. Dieser hatte deshalb ein Verfahren bei der Kammer für Handelssachen in Pforzheim beantragt. Laut der Klage soll der Aufsichtsratsvorsitzende Boch vorgeschlagen haben, die Tantiemen mit Anwaltskosten zu verrechnen, die im Zuge von Untersuchungen zu anonymen Vorwürfen gegen Marquard entstanden sind.
Hintergrund waren die Kosten eines Compliance-Verfahrens in Höhe von 430.000 Euro gegen den früheren SWP-Chef. Boch hatte dies im Aufsichtsrat vorangetrieben. Das 240 Seiten umfassende Gutachten sollte Verstöße Marquards bei der Vergabe einer Lichtinstallation für das Pforzheimer Heizkraftwerk nachweisen. Anhaltspunkte dafür ergaben sich jedoch nicht.
