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Enzkreis -  08.11.2021
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Rugby-Bundesliga: SG Pforzheim bricht erst spät gegen die RG Heidelberg ein

Pforzheim. Zwei unterschiedliche Halbzeiten und ein aus Pforzheimer Sicht trauriges Ergebnis - das Rugby-Bundesligamatch zwischen der SG Pforzheim und der RG Heidelberg bot den Zuschauern im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen jede Menge Versuche, verbissene Kämpfe um Ball und Raumgewinn, schnelle Kombinationen, kraftvolle Sprints und reichlich Emotionen. Am Ende aber können die weiter im Tabellenkeller verharrenden Pforzheimer „Rhinos“ aus der 22:55-Niederlage nur einen offensiven Bonuspunkt für vier gelegte Versuche erringen, während sich die mit neun Versuchen siegreiche RGH wohl vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet hat.

Antipas Kamkwindo (am Ball) hatte für die SG Pforzheim den ersten Versuch im Spiel gegen die RG Heidelberg gelegt. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Antipas Kamkwindo (am Ball) hatte für die SG Pforzheim den ersten Versuch im Spiel gegen die RG Heidelberg gelegt. Foto: PZ-Archiv, Ripberger

Offenes Spiel in der ersten Halbzeit

Es war am vergangenen kalten Samstag ein bisschen wie immer in dieser Saison und doch auch wieder anders: Die scheinbar stets zu Spielbeginn nie ganz wache SG Pforzheim hatte einmal mehr einen frühen Rückstand zu verkraften. Dieses Mal stand es schon nach nur zwei Minuten 0:7. Neu war an diesem Spieltag allerdings die prompte Reaktion der „Rhinos“. Nach drei Minuten hatte Antipas Kamkwindo mit einem nicht erhöhten Versuch auf 5:7 verkürzt. Zur Halbzeit hatte die RGH fünf und die SG Pforzheim vier Versuche (neben Kamkwindo noch October Ralton, Fabian Broughton und Andrew Reintges) zum 22:33 Pausenstand gelegt. Tafadzwa Chitokwindo konnte einen von vier Erhöhungskicks verwandeln.

Die Zuschauer erlebten in der ersten Hälfte ein schnelles, offenes Spiel, in dem die Heidelberger immer wieder in Führung gingen, die Pforzheimer aber nicht um eine Antwort verlegen waren. Da keimte noch Hoffnung bei den SG-Fans auf. In der völlig anders gearteten zweiten Hälfte mussten sich die „Rhinos“ gegen die heftigen RGH-Angriffswellen stemmen, was ihnen rund eine halbe Stunde lang gelang.

Vier späte Heidelberger Versuche

Dann brachen alle Dämme und die Heidelberger liefen noch zu vier späten Versuchen ins SG-Malfeld ein. Den schnellen Attacken der wendigen Sprinter konnten die „Rhinos“ am Ende nichts mehr entgegensetzen. Kein Wunder, ist die RGH doch deutscher Serienmeister im 7er-Rugby und fast schon exklusiver Bestücker des deutschen Nationalteams. Bei den Pforzheimern liegt die 7er-Rugby-Herrlichkeit schon etwas zurück: 2012 wurde der TVP deutscher 7er-Meister, danach folgten mehrere Vize-Titel.

Durch die Niederlage wird das erste Rückrundenmatch am 8. Spieltag (Samstag, 20. November, 14 Uhr) gegen den Tabellenletzten RC Luxemburg schon zum vorgezogenen Endspiel im Tabellenkeller. Zum Saisonstart konnte die SG Pforzheim beim RCL knapp mit 29:26 gewinnen. Ein erneuter Sieg der „Rhinos“ wäre dann Pflicht, wenn es am Saisonende schlimmstenfalls der Relegationsplatz in der Rugby-Bundesliga Süd/West sein soll.

Autor: uh