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Mühlacker -  31.07.2026
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Serie von Bränden: Polizeihelikopter fahndet in Enzberg nach Brandstifter

Mühlacker. Die Serie von Bränden in der Natur und im Freien, zuletzt in Bilfingen, Ersingen und Göbrichen, hält weiter an und die Region in Atem (die PZ berichtete mehrfach). Nun hat es am Donnerstagabend gleich dreimal kurz nacheinander gebrannt – wieder im Enzkreis, wieder glücklicherweise relativ weit außerhalb der Wohnbebauung.

Brandgeruch in Ötisheim und Ölbronn-Dürrn hat die Warn-App Nina gemeldet, ausgelöst von diesem Feuer auf dem Häckselplatz in Enzberg.
Brandgeruch in Ötisheim und Ölbronn-Dürrn hat die Warn-App Nina gemeldet, ausgelöst von diesem Feuer auf dem Häckselplatz in Enzberg. Foto: Albers

Gegen 21.30 Uhr wurden die Feuerwehren in Mühlacker und Ötisheim zum Häckselplatz bei Enzberg gerufen. Dort loderten weithin sichtbar die Flammen aus der Grüngutsammelstelle in der Steinäckerstraße und ein Polizeihubschrauber kreiste wenig später über dem Feuer und in der Umgebung. Die Polizei teilt mit, dass hier hier der Verdacht der Brandstiftung besteht. Daher der Einsatz des Polizeihubschraubers. Die Kriminalpolizei Pforzheim ermittelt und „prüft derzeit auch mögliche Zusammenhänge mit weiteren Bränden im Enzkreis“, wie es heißt. Und weiter: „Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt.“ Was auf die Brandstiftung hindeutet?

Alexander Uhr von der Pressestelle antwortet der PZ: „Wenn es an zwei Stellen brennt, zeigt dies die kriminalistische Erfahrung.“

Der Mühlacker Kommandant Matthias Donath berichtet der PZ, dass der erste Alarm um 21.35 Uhr einging. Schon bei der Anfahrt seien Feuerschein und Rauchentwicklung zu sehen gewesen. „Der Häckselplatz stand nahezu in Vollbrand“, sagte Donath der PZ weiter. „Wir hatten zwei Stunden Mühe, das Feuer mit mehreren Löschrohren unter Kontrolle zu behalten“, berichtet der Mühalcker Kommandant weiter. Aus einem Schnittgutcontainer sei Rauch gedrungen – weil dieser nur halb gefüllt war, hätten die Flammen aber nicht so stark gelodert.

„Da es keine dauerhafte Wasserversorgung am Häckselplatz gibt, mussten wir das ganze Wasser hochfahren“, erklärt Donath die größte Herausforderung des Einsatzes.

50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Mühlacker und Ötisheim rückten aus. Es handelte sich um „drei wasserführende Fahrzeuge mit je 2000 Liter und einen Abrollbehälter mit 7000 Liter Fassungsvermögen. In Enzberg sei ein Gerätewagen des Katastrophenschutzes stationiert, der 4000 Liter fasst und als Erstes vor Ort eintraf.

Gegen 1.30 Uhr wurde laut Donath „Feuer aus“ vermeldet um 1.30 Uhr. Um 4.40 Uhr wurde die Feuerwehr aber erneut alarmiert, weil Rauchentwicklung zu sehen war. Eine Brandwache sei nicht eingerichtet worden, bei einem solchen Brand sei aber ein solches Auflodern nichts Außergewöhnliches und auch nicht besorgniserregend.

Wie der Hubschrauber so spät am Abend nach Einbruch der Dunkelheite noch hilfreich sein konnte? Das Polizeipräsidium Einsatz, das für die Hubschrauberstaffeln der Polizei zuständig ist: „Der Polizeihubschrauber verfügt über eine hochauflösende Wärmebild- und Videoanlage sowie leistungsstarke Suchscheinwerfer“. Somit sei es auch bei Dunkelheit möglich, relevante Erkenntnisse aus der Luft zu gewinnen. Diese Daten und Aufnahmen könnten dann direkt an die örtlichen Führungs- und Lagezentren der örtlichen Polizeipräsidien übertragen werden. Aus polizeitaktischer Sicht seien weitere Angaben nicht möglich.

Die Feuerwehr Neulingen rückte laut ihrem stellvertretenden Kommandanten Robin Beck kurz nach 18 Uhr mit 18 Einsatzkräften nach Bauschlott aus. Alarmiert worden war sie wegen eines Brands im Bereich eines Fahrsilos nahe der B294 zwischen Bauschlott und Pforzheim etwa auf Höhe des Golfplatzes Karlshäuser Hof in „etwas unwegsamem Gelände“. Dort hätten fünf Autoreifen gebrannt, die als Gewichte auf einer Plane lagen. Die Anfahrt habe sich wegen einer Baustelle kompliziert gestaltet und rund 20 Minuten gedauert – „länger als das Löschen“. Die noch vor der Feuerwehr eingetroffene Polizei versuchte zunächst mit einem Feuerlöscher, die Flammen selbst zu bekämpfen – allerdings laut Beck vergebens. Um 18.30 Uhr konnte nach Eintreffen der Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Ursache sei unklar, routinemäßig ermittle die Polizei.

Gegen 19.15 Uhr wurde dann laut Pforzheimer Polizeipräsidium, die örtliche Feuerwehr in Maulbronn in die Brettener Straße zu einem Flächenbrand gerufen. Dort habe auf einer Fläche von drei auf 30 Metern eine Grünfläche gebrannt. Definitiv deutet dort aber laut Polizeisprecher nichts auf Brandstiftung hin, zur Brandursache lagen der Polizei aber auch keine Erkenntnisse vor. Der Einsatz endete um 19.45 Uhr.