Spannung steigt im Kampf um die Basketball-Krone: Rutronik Stars Keltern verlieren zweites Finalspiel
Die nervenzehrenden Krimis in den Duellen um die deutsche Basketball-Meisterschaft der Damen zwischen den Rutronik Stars Keltern und dem BC Marburg erleben noch mindestens zwei Fortsetzungen an diesem Mittwoch, um 20 Uhr, und am 1. Mai, um 16 Uhr, jeweils in der mittelhessischen Universitätsstadt.
Denn: Nach dem hauchdünnen 69:65-Erfolg der Sterne am Freitagabend drehten die Blue Dolphins am Sonntagnachmittag den Spieß um mit einem nicht minder hart erkämpften und dramatischen 69:67-Triumph. Sollte nach der Best-of-Five-Serie am Mai-Feiertag sich noch kein Team mit 3:1 die Meisterkrone aufgesetzt haben, kommt es am Sonntag, 3. Mai, um 16 Uhr zum Showdown in der Dietlinger Speiterlinghalle.
Buchstäblich erst in der letzten Sekunde fiel die Entscheidung, vor knapp 500 euphorisierten Zuschauern. Beim Stande von 66:69 wurden Keltern in dieser letzten Sekunde drei Freiwürfe zugesprochen. Diesem Druck und der enormen Verantwortung war jedoch die stets emsige Makenna Marisa nicht gewachsen. Nur einer der Bälle fand den Weg in den Korb.
Dass Keltern überhaupt nach einem völlig verkorksten ersten und mit 8:23 verlorenen Viertel noch einmal aufdrehte, nötigte dem Marburger Coach Jose Araujo höchsten Respekt ab: „Ein Kompliment, dass die Stars nach diesem hohen Rückstand zurückgekommen sind.“ Sterne-Trainerin Matea Tavic sieht eine der Ursachen für die Niederlage, dass in der Endphase „sieben offene Schüsse“ vergeben wurden.
Kathrin und Ingo Wilke, die Eltern von Sterne-Kapitänin Alexandra Wilke, die extra aus Berlin angereist waren, hatten ähnliche Erklärungen für den Misserfolg. Kathrin Wilke: „Wer nicht trifft, kann nicht gewinnen.“ Ingo Wilke: „Spielerisch war Keltern eigentlich besser. Aber die Quote der Dreier-Würfe ist ausbaufähig.“ Das war freundlich ausgedrückt. Nur vier von 27 Würfen aus der Distanz fanden das Ziel. Auch ihre Tochter Alexandra schaffte dies nur in einem von elf Versuchen. Dennoch war Wilke, wie fast immer, treffsicherste Kelterner Akteurin mit 16 Punkten.
Erstmals gingen die Sterne als amtierender deutscher Meister in der 28. Minute mit 55:53 in Führung. Drei Minuten vor der Schlusssirene stand es 64:59 für sie, ehe noch einmal eine Wende erfolgte. Wie hart das Duell war, machen die Roten Karten für Ana Raimundo (Marburg), Ana Mandic und Karina Konstantinova (beide Keltern) deutlich.
Statistik:
Keltern – BC Marburg 67:69
(8:23, 28:19, 23:15, 8:12)
Keltern: Wilke 16 Punkte/6 Rebounds, Huijbens 10/6, Marisa 9/5, Kiss-Rusk 8/11, Konstantinova 7/1, Rosic 7/1, Mandic 6/5, Saulnier 2/2, McGuff 2/2, Schlipf
Marburg: Guerreiro 14/2, Debeljak 14/2, Kampschroeder 13/2, Fertig 8/13, Jones 6/1, Raimundo 4/2, Kentzler 3/2, Heide 3/2, Byvatov 2/9, Michel 2/1, Harz
