Ver.di ruft zum Streik im Einzel- und Versandhandel auf: Auch Pforzheim und der Enzkreis betroffen
Pforzheim/Saarbrücken. Anlässlich der Tarifverhandlungen im Handel haben Beschäftigte am Freitag den zweiten Tag in Folge zeitweise die Arbeit niedergelegt. Zu Kundgebungen in deutschen Städten erwartete die Gewerkschaft Verdi insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmer, wie Gewerkschaftssekretärin Johanna Kaufmann der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Derzeit laufen bundesweit Verhandlungen im Einzelhandel und im Groß- und Außenhandel. Diese betreffen Verdi zufolge fünf Millionen Beschäftigte. Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, teils weichen die Forderungen in den Gebieten leicht voneinander ab. Laut Handelsverband Deutschland hatten die Warnstreiks keine spürbaren Auswirkungen auf die Kunden. „Auch für heute ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas ändert“, sagte der Tarifgeschäftsführer Steven Haarke der Deutschen Presse-Agentur. Im Kaufland im Brötzinger Tal kam es jedoch zu langen Wartezeiten an den Kassen, berichteten genervte Kunden, die teilweise ihren gefüllten Einkaufswagen im Markt zurückließen.
Die Arbeitgeber haben bereits nahezu identische Angebote vorgelegt, die Verdi aber scharf zurückgewiesen hat. Die Einzelhändler bieten in zwei Stufen über zwei Jahre 3,5 Prozent mehr Entgelt. dpa/ne
