Gemeinden der Region
Enzkreis -  20.06.2022
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Viel Fördergeld: Ortsmitten sollen schöner werden

Enzkreis/Kreis Calw. Das Land und zum Teil der Bund loben Millionen- summen aus – auch die Region profitiert.

Der Schleglerkasten in Heimsheim gehört mittlerweile der Stadt. Das historische Areal mit Schlosshof, Marktplatz und zentralen Entwicklungsflächen wird noch großzügiger gefördert. Archivfoto: Stadt Heimsheim
Der Schleglerkasten in Heimsheim gehört mittlerweile der Stadt. Das historische Areal mit Schlosshof, Marktplatz und zentralen Entwicklungsflächen wird noch großzügiger gefördert. Archivfoto: Stadt Heimsheim

Insgesamt 237,19 Millionen Euro stellt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in diesem Jahr für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Davon kommen rund 76 Millionen Euro vom Bund. Laut einer Mitteilung des Ministeriums werden damit insgesamt 313 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen gefördert – darunter sechs Projekte im Enzkreis und elf im Kreis Calw. In den meisten Fällen geht es um die Aufstockung der Mittel für laufende Maßnahmen. Neu sind landesweit nur 51 Projekte.

„Um die Folgen der Pandemie zu bewältigen, werden die Städte und Gemeinden unter anderem verstärkt dabei unterstützt, ihre Innenstädte lebendig zu halten“, so Ministerin Nicole Razavi (CDU): „Auch die Klimaveränderung und der Mangel an Wohnraum sind nach wie vor große Herausforderungen für die Kommunen, bei deren Bewältigung unsere Städtebauförderung einen wichtigen Beitrag leistet.“

Im Enzkreis geht es in fünf der sechs Fälle um eine Erhöhung der bisherigen Fördergelder. Friolzheim erhält so weitere 400.000 Euro für das Erneuerungsgebiet „Ortskern II“. Heimsheim kann auf weitere 1,5 Millionen Euro für den „Stadtkern II“ zurückgreifen. In dieses Programm fallen unter anderem der historische Schleglerkasten und die Neugestaltung des Schlosshofs, des Marktplatzes und des Lunaparks – dem bisherigen Parkplatz neben der Polizei, der für ein neues Zentrum im Blick ist. In die historische Altstadt Knittlingens fließen weitere 1,2 Millionen Euro.

Dort geht es etwa um Kindergartenneubau, Modernisierung von Kelter und Faust-Geburtshaus für Hotel und Gastronomie oder um die Gestaltung des Kelterplatzes. In die städtebauliche Erneuerung in Niefern Vorort fließen noch einmal 800.000 Euro, in die Ortsmitte Sternenfels 500 000 Euro. Als neues Förderprojekt nennt das Ministerium die Ortsmitte Ersingen mit Blick auf zentralen Wohnraum, Nahversorgung, aber auch Fuß- und Radwegenetz.

Im Kreis Calw gehen Erhöhungen um 200.000 Euro nach Calw für den nördlichen Stadteingang und 550.000 Euro auf den Dobel für die laufende Ortsmitte-Erneuerung. Die weiteren Fördermittel für den Kreis Calw gehen weiter weg nach Haiterbach, zweimal Nagold, Neuweiler, Rohrdorf, Simmersfeld, Simmozheim und zwei Mal Wildberg.

Laut Ministerin Razavi war auch 2022 das Interesse an Förderung um ein Vielfaches höher als die möglichen Finanzmittel. Das Potenzial, gerade beim Wohnraum sei aber groß. Landesweit winken durch die Förderprojekte demnach in den nächsten Jahren rund 13.400 neue Wohnungen und die Modernisierung von 11.400 weiteren.

Autor: hei/pm