Von Südafrika nach Pforzheim und jetzt ins Fernsehen - Gerhard Benadé sucht bei „Bauer sucht Frau“ nach der großen Liebe
Pforzheim/Birkenfeld/Südafrika. Dass er bisher noch nicht die richtige Frau gefunden hat, ist ihm selbst ein Rätsel, denn eigentlich laute sein Lebensmotto: "Immer offen sein." Gerhard Benadé aus Südafrika sucht in der derzeitigen Staffel von "Bauer sucht Frau International" auf RTL die große Liebe. Der 61-Jährige betreibt eine Viehzucht mit mehr als 200 Tieren im südlichsten Staat Afrikas. Doch das war nicht immer so: Von 1995 bis 2005 lebte der gebürtige Südafrikaner im Birkenfelder Teilort Gräfenhausen und spielte als freiberuflicher Musiker Fagott im Bachorchester Pforzheim.
"Ich finde, wenn man etwas Großartiges erlebt, dann ist immer das Bedürfnis da, es mit einem Menschen teilen zu dürfen."
Gerhard Benadé aus Südafrika, der eine Zeit lang auch in Pforzheim gearbeitet und in der Region gelebt hat, macht bei der Fernsehshow "Bauer sucht Frau International" mit.
Der Kontakt zur Goldstadt sei damals über den ehemaligen Kirchenmusikdirektor und Pforzheimer Bezirkskantor Rolf Schweizer entstanden. Der habe einige Male in Südafrika eine Chorfreizeit geleitet. "Als ich mich entschied, meinen Beruf als Dozent für Mathematik an der Universität aufzugeben, hat er mich eingeladen, im Bachorchester mitzuspielen", erinnert sich der studierte Mathematiker und Landwirt.
Idyllisches Gräfenhausen
Das war 1995. Erst 2005 kehrte Benadé in sein Heimatland Südafrika zurück, um dort südwestlich von Johannesburg eine Musiktagungsstätte auf seiner 170 Hektar großen Farm aufzubauen. Damals berichtete die PZ über seine Pläne. "Natürlich gibt es in Südafrika dringendere Dinge als Musik zu fördern", so Benadé im Dezember 2004. Von der Wirkung der Klänge war er aber auch damals schon überzeugt.
Da er seinen Traum, das Zentrum für klassische Musik, vom beschaulichen Gräfenhausen aus aber nicht verwirklichen konnte, folgte 2005 der Abschied aus Pforzheim und der Region. In seiner Zeit im Enzkreis schätzte der Bauer vor allem die Idylle am Rande des Schwarzwaldes, wie er sich heute erinnert: "Wanderungen in den Wäldern rund um Gräfenhausen waren für mich immer sehr erholsam." In den Schrebergärten einer befreundeten Familie habe er mitgeholfen und auch in Pforzheim sei musikalisch viel zu tun gewesen. So gründete der heute 61-Jährige eine Kammermusikgruppe und war Mitglied des Motettenchors an der Pforzheimer Stadtkirche.
Bedürfnis, Schönes zu teilen
Nur mit der Liebe wollte es bei Gerhard Benadé nie so recht klappen. Seit über 30 Jahren sei er alleinstehend. Dabei wünsche er sich eine Partnerin, mit der er sowohl seine vielen Aufgaben als auch die freudigen Momente gemeinsam meisten kann: "Ich finde, wenn man etwas Großartiges erlebt, dann ist immer das Bedürfnis da, es mit einem Menschen teilen zu dürfen."
"Wanderungen in den Wäldern rund um Gräfenhausen waren für mich immer sehr erholsam."
Gerhard Benadé hat fast zehn Jahre lang in Gräfenhausen gelebt und in Pforzheim gearbeitet. Jetzt sucht der Landwirt aus Südafrika im Fernsehen nach der großen Liebe.
Weil der Draht zu Deutschland und seinen Menschen gut sei, habe er sich entschlossen, bei bei der Fernsehshow "Bauer sucht Frau International" mitzumachen, die sonntags auf RTL ausgestrahlt wird. Dabei hoffe er nicht nur auf die große Liebe, sondern auch auf Kontakte, die ihm auf seinem Biohof helfen können. Zwei Frauen hat der Landwirt nach Südafrika eingeladen: Regina und Birgit, beide 52 Jahre alt. In der Hofwoche wird sich zeigen, welche zu dem Bauern passt. Gutes Essen sollte ihr wichtig sein, denn: "Ich koche sehr gerne."
Rückkehr ausgeschlossen
Mit Pforzheim verbinden Benadé noch heute viele gute Freundschaften. Zweimal im Jahr besuche er die Goldstadt, spiele bei Konzerten in der Stadtkirche mit. Auch wenn der Kontakt nie ganz abbrechen werde: Eine Rückkehr auf Dauer lasse sich mit seinen Aufgaben auf seinem Hof in Südafrika nicht vereinbaren. Und trotz aller Liebe zu Pforzheim und dem idyllischen Gräfenhausen: "Der schönste Platz auf der Welt ist eindeutig für mich meine Farm."
