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Kreis Calw -  22.07.2026
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Wechselspiel im Calwer Kreistag: SPD und AfD mit neuen Ratsmitgliedern

Kreis Calw. Stühlerücken im Calwer Kreistag: Mit dem gelernten Dachdecker Mathias Fey (AfD) aus Bad Wildbad und der Intensiv-Krankenschwester Heike Pfeifle (SPD) aus Gechingen hat Landrat Helmut Riegger zwei neue Kreistagsmitglieder verpflichtet. Beide gehören auch ihren jeweiligen Gemeinderäten an. Sie ersetzen den im Alter von 76 Jahren verstorbenen Förster Manfred Senk aus Bad Herrenalb, der von der AfD zur neu entstandenen Fraktion „Aufrechte Bürger“ gewechselt war, und das SPD-Urgestein Rainer Prewo aus Nagold. Die beiden Nachrücker-Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. 1814 Stimmen entfielen bei der Kreistagswahl vor zwei Jahren auf Fey, 1213 Stimmen auf Pfeifle in ihren unterschiedlichen Wahlkreisen.

In den Schlagzeilen

Der ehemalige Nagolder OB Prewo, mit 80 Jahren bis zuletzt Senior des Gremiums, Ehrenbürger seiner Stadt und einziger Calwer SPD-Landtagsabgeordneter (2006 bis 2011)  seit der Kreisreform vor über 50 Jahren,  war bereits in der vorausgegangenen Kreistagssitzung ausführlich gewürdigt und verabschiedet worden. Dort sollte bereits Fey verpflichtet werden, war jedoch durch einen Unfall verhindert. Durch einen Unfall mit Fahrerflucht, ohne Führerschein und mit einer verletzten Person im Wildbader Zentrum,  war Fey vor Jahren schon in die Schlagzeilen geraten. Insgesamt hatte der Kreistag acht Einzelbeschlüsse zu fassen bei der Umbesetzung von Ausschüssen und weiteren Gremien. Allerdings standen vier dieser Neubesetzungen in keinem Zusammenhang mit den beiden Nachrückern. Dreimal ging es darum, dass im  Jugendhilfeausschuss personelle Veränderungen anstanden, dem jetzt auch der neue Vorsitzende des Kreisjugendrings, André Wichert, angehört. Zudem hatte die CDU-Fraktion darum gebeten, die Wildberger Kreisrätin Margit Gärtner anstelle des Bad Wildbader Bürgermeisters Marco Gauger als Stellvertretung für den Arzt  Dr. Bernhard Plappert in den Aufsichtsrat des Klinikverbunds Südwest gGmbH zu entsenden.

Durch den Tod  Senks und das Nachrücken Feys hat die AfD-Fraktion den starken Aderlass gestoppt. Von den ursprünglich acht gewählten Kreisräten der Partei hatten nämlich vor einiger Zeit fünf auf einen Schlag die Rechtspopulisten verlassen. Drei von ihnen hatten sich, ebenso wie zwei Freie Wähler, der neu gebildeten Fraktion „Aufrechte Bürger“ angeschlossen und zwei sind seitdem fraktionslos. Somit sind jetzt AfD und „Aufrechte Bürger“ mit je vier Kreistagsmitgliedern gleich stark, weil Nachrücker Fey, im Gegensatz zu Senk, der AfD treu blieb.