Straubenhardt
Straubenhardt -  13.09.2020
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Kelter in Ottenhausen nach Generalsanierung für 135.000 Euro offiziell eingeweiht

Straubenhardt-Ottenhausen. Am Samstag ratterte das Förderband in der Ottenhäuser Kelter ununterbrochen, und Apfel um Apfel fiel in die Presse. „Wir haben auf alle Fälle genug zu tun“, freut sich der Betreiber der Moste, Florian Augenstein. Bereits seit 5. September laufen die Obstmühle und -presse auf Hochtouren. Nun wurde die Kelter offiziell eingeweiht.

Begutachten die neuen Maschinen: Bürgemeister Helge Viehweg, Frank Maginot, Abteilungsleiter Gebäudemanagement, und Rolf Bürckle (von links) mit den Gemeinderäten Jochen Fauth (SPD), Gustav Bott (Grüne Liste), Uwe Gorgus (FW) und Jörg Gube (CDU, von rechts). Foto: Meister
Begutachten die neuen Maschinen: Bürgemeister Helge Viehweg, Frank Maginot, Abteilungsleiter Gebäudemanagement, und Rolf Bürckle (von links) mit den Gemeinderäten Jochen Fauth (SPD), Gustav Bott (Grüne Liste), Uwe Gorgus (FW) und Jörg Gube (CDU, von rechts). Foto: Meister

„Für uns als Gemeinde ist es die erste offizielle Veranstaltung seit März“, sagte Straubenharts Bürgermeister Helge Viehweg. Coronabedingt musste die Kommune bis dato sämtliche Veranstaltungen absagen. „Es ist schon etwas außergewöhnlich, so lange keine Menschen mehr bei Veranstaltungen gesehen zu haben“, so Viehweg. Deshalb war die Freude ihm und den anderen Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Viehweg betonte, dass die Einweihung der Kelter ihm und dem Gemeinderat besonders am Herzen liege.

Das Gebäude in Ottenhausen diente einst als Stallscheune, später als Feuerwehrhaus und ist seit 1952 eine Mostkelterei. „Es ist bereits Tradition, dass hier regelmäßig gemostet wird“, so Viehweg. Deshalb habe die Gemeinde rund 135.000 Euro in die Generalsanierung der Moste im Innen- und Außenbereich investiert. „Für den Gemeinderat war es jederzeit klar, dass diese historische Stätte weitererhalten werden muss“, erklärte er.

Neben neuester Technologie wurde vom Boden bis zum Dach alles saniert. Die Bodenplatten mussten einem pflegeleichten Industrieboden weichen und das Dach wurde neu eingedeckt. Zudem erhielt das seit 2013 installierte „Bag-in-Box-System“ einen Vorerhitzer, um die Leistungsfähigkeit von 300 auf 500 Liter haltbaren Saft pro Stunde zu erhöhen.

Von der Funktionsfähigkeit der Maschine konnten sich die Anwesenden am Samstag nicht nur ein eigenes Bild machen, sondern den gemeindeeigenen Apfelsaft auch gleich verkosten. Dass sich die Kommune mit der Sanierung für den richtigen Schritt entschieden hat, beweist das Interesse der Bevölkerung. Laut Betreiber Augenstein können erst ab dem 10. Oktober wieder neue Termine angenommen werden.

Termine und weitere Informationen zum Betrieb der Kelter sind bei Florian Augenstein telefonisch unter (0160) 96285776 erhältlich (von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr).

Autor: Stefan Meister