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Birkenfeld -  02.02.2024
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40 Jahre Unternehmensgeschichte in Birkenfeld: Enayati beansprucht führende Rolle

Birkenfeld. Enayati ist führender Spezialist für die galvanische Beschichtung von gegurteten Stiften, vorgestanzten Bändern und Vollbändern. Das Birkenfelder Familienunternehmen wurde im Jahr 1984 von Evemarie Pichler und Hedayat Enayati gegründet, der 2021 verstorben ist. Der Galvanikbetrieb feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen und ist als Mittelständler mit rund 300 Mitarbeitern wichtiger Bestandteil in den Prozessketten der Automobilindustrie, der Telekommunikationsbrache sowie in der Elektronikindustrie.

Patrik Rieder Enayati Birkenfeld
Geschäftsführer Patrik Rieder führt Enayati ins Jubiläumsjahr. Foto: Meyer

Im Dezember 2022 übernahm Patrik Rieder die Geschäftsführung des Familienunternehmens. Rieder, der auf langjährige Erfahrung in der Präzisionstechnik zurückgreifen kann, sieht Enayati als Top-Arbeitgeber und verlässlichen Partner seiner Kunden. Der 51-Jährige setzt auf Teamgeist, wie er im Gespräch mit PZ-news erläutert.

„Das Arbeitsklima ist sehr gut. Das wirkt sich positiv auf die Motivation, Zufriedenheit und letztendlich auch auf die Leistungsbereitschaft aus. Man hat das Gefühl, dass die Kollegen gerne zur Arbeit kommen, sich im Unternehmen wohlfühlen und sich sehr stark mit Enayati identifizieren. Das wiederum fördert Engagement sowie Kreativität – beides wichtige Eigenschaften für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Patrik Rieder

Mit einem starken Team konnte so im letzten Jahr das Produktportfolio umfänglich erweitert werden. „Wir sind nun in der Lage, Voll- und Stanzbänder bis 4 Millimeter Stärke ganz oder selektiv zu veredeln“, so Rieder. Veredelungsbreiten bis 285 Millimeter sind bei Enayati bereits heute Stand der Technik – 400 mm Bandbreite folge in Kürze.

„Die Entscheidung zur Geometrieerweiterung wurde aufgrund einer wachsenden Nachfrage nach veredelten Teilen für den Einsatz in der Elektromobilität und dafür nötige Infrastruktur getroffen.“

Patrik Rieder

Mit der neuen Fertigungslinie, unter den Experten von Enayati auch „SG52“ genannt, könne der Galvanikbetrieb kurzfristig und schnell seine Kunden bedienen, erläutert Geschäftsführer Patrik Rieder. Auch die Entwicklung neuer Oberflächen ist ein Schwerpunkt der innovativen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bei Enayati. Dem Team sei es gelungen, den Stand der Technik durch die Entwicklung einer messbaren und prozesssicheren Nickel-Phosphor-Schicht als Edelmetallsubstitution auf ein neues Level zu heben. Durch den Einsatz des neuen Schichtsystems könnten neben den CO2- Emissionen auch die Kosten signifikant gesenkt werden.

Attraktiver Arbeitgeber

Damit beweise Enayati einmal mehr seine führende Rolle als Anbieter von galvanischen Beschichtungen. Am Standort Birkenfeld ist Enayati ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber und hat als Ausbildungsbetrieb einen sehr guten Ruf, sagt der Wirtschaftsingenieur. „Wir wollen gemeinsam etwas bewegen.“ Dazu gehören auch Neueinstellungen wie Oberflächentechniker, Ingenieure, Data Scientist, KI-Experten und selbstverständlich auch Auszubildende.

Neben der Weiterentwicklung der technologischen Verfahren nennt Patrik Rieder auch eine deutliche Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Enayati als Ziel. Innerhalb den jährlichen Investitionen werden unter anderem moderne und effiziente Zu-und Ablufttechnik sowie LED-Beleuchtungstechnik und Wärmerückgewinnungssysteme verbaut. Einen großen Teil der Abwassertechnik nimmt die Prozesswasseraufbereitung ein. Hier werde mittels Ionenaustauscherharzen das Spülwasser für die Wiederverwendung aufbereitet und so im Kreislauf geführt. Dadurch wird ein erheblicher Anteil an Frischwasser eingespart.

Autor: Lothar Neff